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Wowereit: „Freiheit und Demokratie dürfen nie wieder in Frage stehen.“ Regierender Bürgermeister zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten

Pressemitteilung vom 10.05.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt aus Anlass des 80. Jahrestags der nationalsozialistischen Bücherverbrennung auf dem damaligen Opernplatz am 10. Mai 1933:

„Die Bücherverbrennung von 1933 war ein Akt der Barbarei und der antidemokratischen Hetze. Die Ereignisse von damals zeigen bis heute, wie schnell eine offene Gesellschaft zerstört werden kann, wenn ihr die Grundlage demokratischer Willensbildung entzogen wurde. Mir ist besonders wichtig, dass diese historische Erfahrung immer wieder an junge Menschen weitergegeben wird. Denn sie sind es, die in Zukunft die Vielfalt und Offenheit der Zivilgesellschaft in unserem Land wahren müssen.“

Die Bücherverbrennung, sagte Wowereit weiter, gehöre „zu den dunkelsten Stunden der Geschichte des ‚Landes der Dichter und Denker‘.“ Der Regierende Bürgermeister: „Dieser erste massive Angriff der Nationalsozialisten auf die geistige Freiheit ist zugleich der erste schreckliche Höhepunkt der von der braunen Diktatur betriebenen Zerstörung der intellektuellen und kulturellen Vielfalt in unserem Land. Mit den Schriften von bedeutenden Autoren wie Thomas und Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Alfred Kerr, Bertolt Brecht, Siegmund Freud, Erich Maria Remarque und vielen anderen verbrannten auch Toleranz, Liberalität und Pluralismus.“

In Berlin finden heute aus Anlass des Jahrestags zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter auch auf dem heutigen Bebelplatz, am Gedenkort für die Bücherverbrennung, sowie in der Humboldt-Universität.

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