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Wowereit zum Weltfrauentag: Konsequente Gleichstellungspolitik muss den Alltag bestimmen – Betreuungsgeld beruht auf rückwärtsgewandtem Frauenbild

Pressemitteilung vom 07.03.2013

Sperrfrist: 8. März, 5 Uhr
(frei für Freitags-Ausgaben)

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat aus Anlass des Weltfrauentags eine moderne Gleichstellungs- und Gesellschaftspolitik gefordert. Dabei gehe es vor allem darum, dass konsequente Gleichstellungskonzepte den Alltag von Frauen mehr und mehr bestimmen müssten.

Wowereit: „Viele Teile der Gesellschaft und bedauerlicherweise auch der Politik sind dagegen nach wie vor altertümlichen Vorstellungen verhaftet, wenn es um die Gleichstellung und Wertschätzung von Frauen als gleichberechtigten Partnerinnen in Familie, Wirtschaft und Gesellschaft geht. Dabei geht es ganz konkret um das Rollenbild der Frau, wie es sich in rückwärtsgewandten Konzepten wie dem Betreuungsgeld immer noch niederschlägt.“

Es sei an der Zeit, so der Regierende Bürgermeister weiter, auf Bundesebene zu konkreten Festlegungen zu kommen: „Dazu gehören verbindliche gesetzliche Lösungen zur Durchsetzung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer.“ Außerdem müssten die Voraussetzungen für eine wirkliche Wahlfreiheit für Frauen geschaffen werden: „Dazu gehört vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Berlin trage in dieser Hinsicht dazu bei, was in seiner Kompetenz als Land liege.

Wowereit: „Wir haben in Berlin im Gegensatz zu anderen Ländern ein gutes Angebot an Kita-Plätzen, und in unserer Stadt sind die Bildungsangebote von der Kita bis zum Studium gebührenfrei. Wir werden dafür von anderen wie z. B. der bayerischen Staatsregierung kritisiert, aber wir sehen zugleich, dass dort hektisch versucht wird, die Defizite auszugleichen, die man im Vergleich zu Berlin hat. Das letzte Beispiel ist die Abschaffung der Studiengebühren in Bayern.“

Die Stadt, sagte Wowereit, liege im Bundesvergleich weit vorn beim Anteil von Professorinnen an den Universitäten zum Beispiel: „Berlin hat hier Erfolge vorzuweisen, aber diese Entwicklung muss weitergeführt werden. Andere Forderungen müssen im Interesse der Frauen weiter nachdrücklich vertreten und auch durchgesetzt werden. Das gilt vor allem für die Forderung, mehr Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft zu bringen.“

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