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Deutliche Fortschritte bei der beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern im Berliner Landesdienst

Pressemitteilung vom 12.11.2013

Aus der Sitzung des Senats am 12. November 2013:

Die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern in der Berliner Verwaltung kommt voran. Das geht aus dem Elften Umsetzungsbericht zum Landesgleichstellungsgesetz (LGG) hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, beschlossen hat. Der Bericht konzentriert sich insbesondere auf Struktur und Entwicklung der Frauenbeschäftigung im öffentlichen Dienst sowie den Frauenanteil in den Landesgremien.

Senatorin Kolat: „Ich freue mich über die großen Fortschritte, die wir in Berlin bei der Gleichstellung von Frauen und Männern bewirken konnten. Gerade der Anteil von Frauen im gehobenen und höheren Dienst unserer Verwaltung zeigt, dass hier eine gerechte Umverteilung zugunsten der Frauen stattgefunden hat. Der LGG-Bericht belegt, dass wir bei der Gleichstellung von Frauen und Männern mit gutem Beispiel vorangehen – natürlich erwarte ich auch von Unternehmen, Führungspositionen endlich mit mehr Frauen zu besetzen!“

Das Landesgleichstellungsgesetz hat sich als solide Grundlage für eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik in Berlin erwiesen. Im Jahr 2000 waren Frauen noch zu einem deutlich geringeren Anteil als Männer im höheren Dienst des Landes Berlin beschäftigt: 10,8 % aller Beschäftigten waren Frauen im höheren Dienst denen ein Anteil von 17,5 % Männern gegenüberstand. 2012 lag die Differenz nur noch bei knapp einem Prozentpunkt: 16,7 % zu 17,5 %. Nach dem LGG sind den im Landesdienst beschäftigten Frauen und Männern gleiche berufliche Chancen sowie Teilhabe an Entscheidungen in den Gremien des Landes zu sichern. Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 1991 ist diesbezüglich eine positive Entwicklung zu verzeichnen (alle Angaben beziehen sich auf den Stichtag 30. Juni 2012):
Seit einigen Jahren sind im höheren Dienst der Berliner Verwaltung überwiegend Frauen beschäftigt (58,4 % der Beschäftigten). Auch im Leitungsbereich hat sich der Frauenanteil beständig erhöht: In Senatsverwaltungen, Landesämtern, Gerichten und Bezirksverwaltungen lagen die Quoten in diesen Positionen insgesamt zwischen 36 % und 38 %. Das galt auch für große öffentliche Anstalten Berlins, wie die Wasserbetriebe, die Stadtreinigungsbetriebe und die Investitionsbank.

Im Hochschulbereich nimmt Berlin mit einem Anteil an Professorinnen von 29,5 % bundesweit eine Spitzenposition ein (Bundesdurchschnitt 19,9 %). Bei Schulleitungen ist die 50-Prozent-Marke bereits überschritten, allerdings variiert hier der Frauenanteil je nach Schulart. In den Aufsichtsgremien der Anstalten öffentlichen Rechts sowie der Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes hat der Senat jeweils 43 % seiner Mandate an Frauen vergeben und bei Entsendungen in diese Gremien außerhalb des Landesdienstes waren es 51 %. Im 5. Gremienbericht der Bundesregierung wird für Gremien im unmittelbaren Einflussbereich des Bundes insgesamt ein Frauenanteil von 24,5 % ausgewiesen.

Trotz der deutlichen Steigerung des Frauenanteils in den Spitzenpositionen besteht nach wie vor eine erhebliche Unterrepräsentanz bei Vorstands- und Geschäftsführungspositionen der landeseigenen Unternehmen und Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Landes. Diese Positionen waren auch 2012 noch nur zu 23 % bzw. 15 %. mit Frauen besetzt. Der Senat hatte daher mit der Novellierung des Gesetzes bereits im November 2010 Regelungen initiiert, die die Besetzungsverfahren durch Dokumentationspflichten transparenter machen und damit die Zugangschancen für Frauen auch in diesen Positionen erhöhen sollen.

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