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Wowereit: „Berlin gedenkt am Wochenende der Pogrome von 1938“ – Appell an die Berlinerinnen und Berliner, sich zu beteiligen

Pressemitteilung vom 08.11.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Zum 75. Jahrestag der Novemberpogrome wird in Berlin an die antisemitischen Ausschreitungen erinnert, die am 9. November 1938 in ganz Deutschland wüteten. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, rief die Berlinerinnen und Berliner dazu auf, sich an den zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen.

Wowereit: „Wir haben im Themenjahr ‘Zerstörte Vielfalt’ an den gewaltigen Verlust erinnert, den die Stadt durch die Barbarei der Nationalsozialisten erlitten hat. An diesem Wochenende wird es zum Abschluss des Themenjahrs eine ganze Reihe von Aktionen geben, die an die Untaten erinnern und der Opfer gedenken. Mein Appell: Nehmen Sie teil und erinnern Sie gemeinsam mit uns an die Verantwortung, die uns aus der Geschichte erwächst.“

Am Sonnabend wird in ganz Berlin unter dem Motto „Aktiv Erinnern“ zu einer Mitmachaktion aufgerufen, die Stolpersteine zu putzen, die vor zahlreichen Berliner Häusern eingelassen sind. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: http://www.stolpersteine-berlin.de/de/aktuelles-termine

Am Sonnabend um 15 Uhr beginnt an der Marienkirche der Gedenkweg, an dem neben dem Regierenden Bürgermeister der katholische Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Dr. Markus Dröge teilnehmen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an dem Schweigemarsch unter dem Motto „Erinnern. Gedenken. Mitgehen.“ zu beteiligen. Der Gedenkweg führt am Lustgarten vorbei über den Bebelplatz zum Gelände der zerstörten Synagoge Johannisstraße an der Oranienburger Straße, wo die Teilnehmenden von Rabbinerin Gesa Ederberg und Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama begrüßt werden.

Am Abend spricht Wowereit ein Grußwort auf der Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße. An dieser Veranstaltung können nur geladene Gäste teilnehmen.

Am Sonntag findet ab 17 Uhr am Pariser Platz der Abschluss des Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ statt. „Mit uns nie wieder. Vielfalt heißt Freiheit!“ lautet die Botschaft von tausenden Jugendlichen. Am Brandenburger Tor werden ihre Statements als multimediale Installation auf einmalige Art und Weise präsentiert: Die „TAUSEND STIMMEN FÜR DIE VIELFALT“ sind ein sichtbares Zeichen für das Engagement gegen Rassismus, Intoleranz, Antisemitismus, Gewalt und Ausgrenzung. Dazu sind alle Berlinerinnen und Berliner herzlich eingeladen.

Wowereit: „Gemeinsam mit den anwesenden Zeitzeugen Margot Friedländer, Inge Deutschkron sowie Coco Schumann setzen die Jugendlichen ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen. Die Verantwortung für die unverzichtbare deutsche Erinnerungskultur wird an diesem Abend symbolisch in die Hände der jungen Generation übergeben. Ich würde mich freuen, wenn viele Berlinerinnen und Berliner zu dieser Veranstaltung kommen.“

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