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Fachmarktkonzept Berlin setzt auf moderate Expansion

Pressemitteilung vom 06.08.2013

Aus der Sitzung des Senats am 6. August 2013:

Berlin wird die gewachsenen Einkaufszentren in den Kiezen und Straßen der Bezirke durch eine moderate Ansiedlungspraxis von Fachmärkten weiter schützen. Das geht aus dem Fachmarktkonzept hervor, mit dem sich der Senat heute auf Vorlage von Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller befasst hat.

Senator Müller: „Berlin braucht Fachmärkte, wie Möbelhäuser, Bau- oder Gartenmärkte. Gleichzeitig hat Berlin mit seinen Kiezen und Geschäftsstraßen eine einzigartige Zentrenstruktur, die die Stadt ausmacht und die wir schützen wollen. Gute Stadtplanung macht beides: Sie findet ein transparentes, auf fundierter Datengrundlage basierendes Verfahren, das Fachmärkte so in die Stadt integriert, dass sie nicht zum Nachteil unserer städtischen Zentren werden. Das vorgelegte Fachmarktkonzept und der schon existierende Stadtentwicklungsplan Zentren steuern zusammen genau das.“

Möbelhäuser sowie Bau- und Gartenmärkte werden in Berlin auch in den nächsten Jahren expandieren und neue Standorte eröffnen. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführt wurde.

Im Fachmarktkonzept werden Standort- und Verfahrenskriterien formuliert, die bei der stadtplanerischen Bewertung von Ansiedlungsvorhaben in Zukunft zugrunde gelegt werden sollen und die zugleich unternehmerische Standortanforderungen aufgreifen. Zu diesem Zweck hat die Senatsverwaltung eine Befragung bundesweit tätiger Handelsunternehmen der Möbel- und Baumarktbranche durchführen lassen und die Ergebnisse in das Konzept integriert.

Das Fachmarktkonzept stellt eine branchenspezifische Vertiefung zum Stadtentwicklungsplan Zentren dar, der – inzwischen bereits in dritter Auflage – Rahmenvorgaben zur Stärkung der Berliner Zentrenstruktur zugunsten einer verbrauchernahen Versorgung der Bevölkerung enthält.

Das Fachmarktkonzept wurde in sehr enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirksverwaltungen, der Gemeinsamen Landesplanung, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, der Industrie- und Handelskammer Berlin sowie dem Handelsverband Berlin-Brandenburg erarbeitet. Das Konzept ist primär an die für Stadtentwicklung zuständigen Fachabteilungen des Senats sowie der Berliner Bezirke adressiert.

Die Vorlage wird vor Beschlussfassung durch den Senat nun dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.

Hintergrund: In Berlin gibt es mehr als 70 großflächige Baumärkte (über 800 qm Verkaufsfläche), über 70 große Möbelmärkte und fast 20 große Gartencenter.

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