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Wowereit: Berliner Industrie im Aufwind – Regierender Bürgermeister appelliert mit Blick auf Zukunftsindustrien, Ausbildung weiter zu stärken

Pressemitteilung vom 21.06.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat aus Anlass des 8. Zusammentreffens des Steuerungskreises Industriepolitik mit Blick besonders auf die Zukunftsindustrien an Wirtschaft und Unternehmen appelliert, die Anstrengungen in der Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften weiter zu intensivieren und die guten Ansätze fortzuführen.

Dies, so Wowereit weiter, sei angesichts des ausgesprochen guten Wachstums der Berliner Wirtschaft umso wichtiger, um diese positive Entwicklung auch in Zukunft zu verstetigen: „Berlin kann seit 2005 das stärkste Wachstum unter allen Ländern der Bundesrepublik vorweisen. Damit gehört Berlin mit zu den Konjunkturlokomotiven Deutschlands. Dieser Aspekt darf nicht aus dem Blick geraten: weder in Bezug auf unsere gesamtstaatliche Verantwortung, noch bezüglich der Fachkräftefrage. Unsere Industrie ist auf gutem Weg, aber damit das so bleibt, müssen wir die guten Ansätze weiter verfolgen, innovative Ideen entwickeln und nachhaltiges Engagement zeigen.“ Die Stadt habe auch exzellente Daten beim Beschäftigungsaufbau, bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und bei der Exportquote vorzuweisen.

Der Regierende Bürgermeister dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Steuerungskreises Industriepolitik für die vielen richtigen Initiativen zur Stärkung der Berliner Industrie, namentlich Burkhard Ischler, dem Präsidenten der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. sowie Leiter des Berliner Büros der Siemens AG, Dr. Eric Schweitzer, dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Berlin und Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, sowie Christian Hoßbach, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg.

Der Steuerungskreis Industrie tagte zum ersten Mal im Schaltwerk der Siemens AG in Spandau. Schwerpunktthemen waren Fachkräftesicherung und der Beitrag der Industrie zur Energiewende. Wowereit: „Wir sind uns darüber einig, dass insbesondere in Berlin entwickelte und produzierte Energie- und Umwelttechnik einen zentralen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Neue Produkte gerade in diesen Feldern können den Export der Berliner Industriebetriebe weiter stärken.“ Im Siemenswerk an der Nonnendammallee hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Steuerungskreises u.a. die Montagehalle besichtigt, Gespräche mit den Beschäftigten geführt und sich ein Bild von Hochspannungsanlagen gemacht.

Burkhard Ischler, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. sowie Leiter des Berliner Büros der Siemens AG: „Ich freue mich, dass der Steuerungskreis Industriepolitik zum ersten Mal in einem Unternehmen tagt. Die Siemens AG steht stellvertretend für die Berliner Industrie, die sich nach einem harten Strukturwandel neu erfunden hat. Der Industriestandort Berlin ist äußert vital. Das beweisen die mehr als 100.000 Beschäftigten, die hier einen gutbezahlten Arbeitsplatz haben. Für Siemens ist Berlin sogar der größte Fertigungsstandort weltweit. Einen Schwerpunkt der Berliner Industrie bildet die Energietechnik. Deswegen ist es wichtig, dass die Energiewende erfolgreich umgesetzt wird. Sie ist eine Chance für zahlreiche Berliner Unternehmen und damit auch für Wertschöpfung und Beschäftigung in der Hauptstadtregion.”

Dr. Eric Schweitzer, Präsident der IHK Berlin: „Die Berliner Industrie wächst – und damit auch der Bedarf an Fachkräften. Mit eigener Ausbildung sichern sich die Industriebetriebe ihren Fachkräftenachwuchs. Trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen gibt es aktuell mehr Auszubildende in den industriellen Berufen als 2007. Die Schulabgängerzahlen werden jedoch in den nächsten Jahren auf einem niedrigen Niveau verharren. Der Mangel an geeigneten Bewerbern droht zu einer Wachstumsbremse zu werden. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um mehr Jugendliche für eine duale Ausbildung zu gewinnen.“

Christian Hoßbach, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Berlin-Brandenburg: „Die Elektrotechnik ist der größte und erfolgreichste Bereich innerhalb der Berliner Industrie. Aus diesem Bereich kommen die meisten Exporte und in diesem Bereich ist auch die Zahl der Ausbildungsplätze deutlich gestiegen, im Unterschied zum industriellen Gesamttrend. Klimapolitik und Energiewende sind weltweite Themen, die noch über Jahrzehnte hohe Investitionen auslösen werden. Berlin hat hier eine hervorragende Ausgangsposition. ‚Energiewende made in Berlin‘ – diese Idee kann zu einer regelrechten internationalen Marke werden.“

Der „Steuerungskreis Industriepolitik“ wurde im März 2010 im Rahmen des Zukunftspakts von Senat, Wirtschaft und Gewerkschaften eingerichtet. Die Spitzen der beteiligten Organisationen beschäftigen sich dort unter Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters mit allen Themen, die für den Industriestandort Berlin relevant sind.

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