Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter:

berlin.de/corona

Wowereit zum CSD 2013: „Der Kampf für die volle Gleichstellung ist noch lange nicht zu Ende“

Pressemitteilung vom 21.06.2013

Sperrfrist: 22. Juni 2013, 5 Uhr
(frei für Samstags-Zeitungen)

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt zum diesjährigen Christopher-Street-Day:

„Die Berliner Parade zum Christoper-Street-Day 2013 wird erneut ein deutliches Zeichen setzen gegen Homophobie und für die Offenheit für unterschiedliche Lebensweisen. Das bleibt unverändert ein zentrales politisches Ziel – und gerade die internationalen Debatten der vergangenen Monate zeigen, dass der Kampf für die volle Gleichstellung lesbisch-schwuler sowie transgender Lebensweisen noch lange nicht zu Ende ist.“

Wowereit: „In Deutschland dreht und windet sich die Bundesregierung nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur steuerlichen Gleichstellung. Die Gleichstellung beim Adoptionsrecht ist aber noch lange nicht durchgesetzt – und sie muss endlich kommen. Ich fordere die Bundesregierung auf, hier endlich einzulenken. In Frankreich führte die Durchsetzung der Gleichstellung zu erheblichen innenpolitischen Debatten, weil die ewig Gestrigen dagegen mobilisierten. In Russland und anderen osteuropäischen Ländern verschärft sich die Situation Homosexueller massiv. Wichtig war, dass der amerikanische Präsident sich vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit Blick auf Lesben und Schwule mit großer Eindeutigkeit zu Offenheit und Toleranz bekannte. Das sind die Werte, für die unsere Stadt steht. Und es ist richtig, was Präsident Obama in seiner Berliner Rede mit Bezug auf einen der zentralen Sätze der amerikanischen Verfassung zum Ausdruck gebracht hat: Wir sind alle freier, wenn alle unsere Mitmenschen, egal ob schwul, lesbisch, transgender oder hetero nach ihrem eigenen Glück streben können.“

Der Regierende Bürgermeister weiter: „Auch unser ist Land noch lange nicht am Ende der Auseinandersetzung. Es ist eben falsch, wie mancher behauptet, dass auch in Berlin nicht mehr gegen Diskriminierung von Schwulen und Lesben gekämpft zu werden braucht. Engagement bleibt auch in Zukunft unverzichtbar, um die Gleichstellung auch im Bewusstsein der Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Ich begrüße alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CSD 2013 in Berlin und hoffe auf einen guten Verlauf der Veranstaltung.“