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Berliner Senat fördert Ausbildungsbetriebe. Dilek Kolat: „Wir brauchen mehr Unternehmen, die unsere Fachkräfte für morgen ausbilden!“

Pressemitteilung vom 28.05.2013

Aus der Sitzung des Senats am 28. Mai 2013:

Der Senat unterstützt im Rahmen des Programms BerlinArbeit künftig noch stärker Berliner Unternehmen bei der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen.
Auf Vorlage von Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, hat der Senat die „Verwaltungsvorschriften über die Gewährung von Zuschüssen zur Förderung der Berufsausbildung im Land Berlin“ erlassen. Damit werden die bisherigen Förderbedingungen in erweiterter Form fortgesetzt, um Jugendlichen eine Chance auf eine betriebliche Ausbildung zu geben und der gesteigerten Nachfrage nach Fachkräften gerecht zu werden. Mit der Neufassung der Verwaltungsvorschriften stellt sich Berlin diesen Anforderungen und trägt auch zur Verbesserung der Ausbildungssituation für bestimmte Zielgruppen bei, insbesondere für Jugendliche ohne hochwertigen Schulabschluss und für Alleinerziehende.

Dazu gehören folgende Änderungen:

• Die Förderung der Verbundausbildung wurde verbessert. Bisher war die Förderung von Verbundausbildungsplätzen daran gekoppelt, dass es sich um eine Erstausbildung handelt. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Voraussetzung ist aber, dass die Betriebe nur unter Verbund-Bedingungen alle vorgesehenen Ausbildungsinhalte vermitteln können.
• Die Fördergrenze für die dreijährige Verbundausbildung wurde angehoben. Für Verbundausbildungsangebote können Unternehmen eine Förderung von 37,50 € pro Tag erhalten. Die Fördergrenze wurde von 6.000 € auf 6.500 € um 8,3 % erhöht, somit erfolgte eine Angleichung des monatlichen Durchschnittssatzes gegenüber der dreieinhalbjährigen Ausbildung. Die Fördermittel für eine zweijährige Ausbildung wurden auf einen Höchstsatz von 2.500 € begrenzt. Der Einsatz dieser Förderung ist nun zeitlich nicht mehr begrenzt – vormals lag eine zeitliche Begrenzung von sechs Monaten vor.
• Eine Erhöhung der Zuschüsse für Betriebe, die einen Ausbildungsplatz in „Splitterberufen“ schaffen, deren Berufsschulunterricht in einer länderübergreifenden Fachklasse notwendig ist. Der Tagessatz bei der Förderung der zusätzlichen Kosten für den Besuch einer Berufsschule außerhalb Berlins wurde um 20 % angehoben.

Senatorin Kolat: „Unsere Förderung für die Ausbildung steht bereit. Doch sie ist gedacht als Flankierung der Eigenanstrengungen der Berliner Wirtschaft, ohne die es keine Fachkräftesicherung und Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit geben wird. Die Zahl der bislang gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen ist mit Stand April 2013 zurückgegangen – ich appelliere daher an die Berliner Unternehmen, sich noch stärker an der Sicherung eigener Nachwuchskräfte zu beteiligen! Denn wer heute nicht ausbildet, hat morgen keine Fachkräfte.“

Für die Zielgruppe der Jugendlichen mit Migrationshintergrund bietet die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen darüber hinaus das Programm „Berlin braucht dich!“ an. Unter den neuen Auszubildenden im Öffentlichen Dienst hat mittlerweile fast jede/r Fünfte eine Migrationsgeschichte.

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