Nachnutzung Flughafen Tegel: Senat beschließt Masterplan TXL

Pressemitteilung vom 30.04.2013

Aus der Sitzung des Senats am 30. April 2013:

Mit dem Masterplan TXL findet das Planungs- und Profilierungsverfahren für die Nachnutzung des Flughafens Tegel seinen vorläufigen Abschluss. Seit 2008 wurden in mehreren Phasen die Grundlagen für die Realisierung des eng mit der Landschaft und Natur verknüpften „Forschungs- und Industrieparks Zukunftstechnologie“ erarbeitet. Sie wurden schrittweise in Richtung eines außerordentlichen Standorts, an dem Forschung, Entwicklung und Produktion eng ineinandergreifen, konkretisiert. 2012 hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt aus einem reichen Fundus an Ideen und Vorschlägen den Masterplan TXL erstellt, den der Senat heute auf Vorlage von Senator Michael Müller beschlossen hat.

Senator Müller: „Das Ergebnis des Masterplans TXL ist ambitioniert, spannend und realistisch zugleich. Mit ‚Urban Technologies‘ werden Technologien angesprochen, die im städtischen Leben immer wichtiger werden. Es geht um Branchen mit Perspektiven, die das Portfolio der Stadt Berlin ergänzen, ohne anderen Standorten in der Region dabei Konkurrenz zu machen. Auch im internationalen Vergleich sind die Rahmenbedingungen für dieses Vorhaben auf dem Gelände hervorragend.”

Berlin greift dabei auf Ergebnisse eines kooperativen Werkstattverfahrens zurück. In sechs Standortkonferenzen haben Planungsteams, Vertreter der Senatsressorts, Bezirksverwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürger die Leitideen der Werkstatt diskutiert. Sie haben einen Konsens darüber erarbeitet, wie Tegel als innovativer Standort und Schaufenster von Zukunftstechnologien entwickelt werden kann.

Der Masterplan konkretisiert zum einen die Idee, kurzfristig mit der Nachnutzung der Bestandsgebäude – insbesondere des markanten sechseckigen Terminalgebäudes – zu beginnen. Hier kann unter anderem die Beuth Hochschule für Technik einen Teil ihres wachsenden Flächenbedarfs decken. Die unmittelbar angrenzenden Flächen stehen als „Campus“ für Hochschul-, Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiezwecke zur Verfügung. Ein „Gewerbeband“ mit den heutigen Hangars und Funktionsgebäuden schließt sich südlich an den Campus an, während Teile der heutigen Start- und Landeflächen für die Ansiedlung von Unternehmen mit großen Flächenansprüchen reserviert sein sollen.

Senator Müller: „Aber auch das Wohnen findet im Masterplan einen angemessenen Platz.“ In direkter Anbindung an den Kurt-Schumacher-Platz wird das gleichnamige Quartier mit mindestens 1.000 Wohnungen entstehen. Die direkte U-Bahn-Anbindung zur Innenstadt und zur Beuth-Hochschule sowie die Lage zum neuen Landschaftsraum „Tegel Stadtheide“ verschaffen dem neuen Wohngebiet eine außergewöhnlich gute Lage.

Die übrigen ökologisch und stadtklimatisch bedeutsamen Freiflächen werden mit den umgebenden Stadtquartieren und dem angrenzenden Landschaftsraum verknüpft und teilweise für behutsame Erholungsnutzungen qualifiziert.

Der heutige Senatsbeschluss wird dem Abgeordnetenhaus zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Weitere Informationen und Graphiken zum Masterplan TXL sind im Internet unter: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/download/tegel_masterplan/ zu finden.

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