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Wowereit: „Die Zahl von Ausbildungsbetrieben muss steigen“ - Regierender Bürgermeister und Arbeitssenatorin Kolat zur Tagung der Sonderkommission (SoKo) „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräfteentwicklung“

Pressemitteilung vom 19.04.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Heute hat im Roten Rathaus die jährliche Sitzung der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräfteentwicklung“ beim Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit stattgefunden. Im Zentrum der Sitzung, an der die Spitzenvertreter der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften Berlins sowie der Arbeitsagentur teilnahmen, stand die Bilanz zum Ausbildungsjahr 2012 und ein Ausblick auf den Ausbildungsbeginn 2013.

Alle Beteiligten waren sich darin einig, die betriebliche Ausbildung weiter zu stärken. Die Unternehmen sind die zentrale Institution, über die Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen gute Chancen auf anschließende Beschäftigung haben. Deshalb ist es das gemeinsame Ziel, auf der Grundlage der positiven Konjunkturentwicklung die Berufsausbildung vor allem in kleinen Betrieben weiter zu entwickeln. Die Ausbildungsquote der Berliner Unternehmen ist noch lange nicht ausreichend:
Obwohl es einen Anstieg von betrieblichen Ausbildungsverträgen in 2012 gegeben hat, ist die Ausbildungsquote in Berlin unterdurchschnittlich (4,3 Prozent im Jahr 2011, Deutschland gesamt 5,7 Prozent). Von allen ausbildungsberechtigten Betrieben bildeten in Berlin im Jahr 2011 lediglich 43 Prozent aus. Die vorhandene betriebliche Ausbildungsbasis wird in Berlin noch nicht ausgeschöpft, obwohl die Zahl der Ausbildungsplätze insgesamt im Unterschied zum Bundesdurchschnitt sogar leicht gestiegen ist.

Dazu erklärt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit: „ Es ist für die Berliner Wirtschaft von zentraler Bedeutung, dass unsere jungen Leute gut ausgebildet sind. Deshalb muss die Zahl der Ausbildungsbetriebe wieder steigen. Insbesondere in Zukunftsbranchen wird es schon bald schwer werden, qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Ich appelliere deshalb an die Unternehmerinnen und Unternehmer in Berlin, zukunftsgerichtet zu denken und durch Ausbildungsangebote heute die Basis dafür zu schaffen, dass Berlin seine wirtschaftlichen Chancen in Zukunft ausschöpfen kann.“

Angesichts immer noch hoher Abbrecherquoten in einigen Branchen sagte Arbeitssenatorin Dilek Kolat: „Ausbildungsplatzwechsel und Korrekturen bei der Berufsentscheidung wird es immer wieder geben. Unsere Jugendlichen sollten aber schon im Vorfeld noch intensiver die vielen Informationsangebote wahrnehmen, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.“

Auf der einen Seite wurden zum Jahresende 2012 in Berlin 222 unbesetzte Ausbildungsplätze sowie ca. 200 freie Plätze der betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) registriert und auf der anderen Seite noch 1.062 unversorgte Jugendliche. Bis Anfang des neuen Jahres wurden weitere Vermittlungsaktionen durchgeführt. Im Interesse der Fachkräfteentwicklung werden im kommenden Ausbildungsjahr Beratungs-, Orientierungs- und Vermittlungsaktionen frühzeitiger und in Abstimmung zwischen den Partnern der „Berliner Vereinbarung“ durchgeführt.

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