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Wowereit zum 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto: „Gesicht zeigen gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“

Pressemitteilung vom 06.04.2013

Sperrfrist: Montag, 8. April 2013, 5 Uhr
(frei für Montags-Ausgaben)

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, erklärt zum 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto:

„Wenn wir der Opfer der Shoah gedenken, dann tun wir das in der Verpflichtung, Demokratie und Freiheit gegen ihre Feinde zu verteidigen. Allein der demokratische Staat und eine engagierte Zivilgesellschaft sind Gewähr dafür, dass sich Ähnliches niemals wiederholt. Unsere Verpflichtung liegt insbesondere darin, diese Einsicht ebenso wie das Wissen um das Geschehene an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Wir müssen Gesicht zeigen gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, wo immer sie sich zeigen.“ Dieses Engagement zu fördern, so der Regierende Bürgermeister, sei im Jahr des 70. Jahrestags des Aufstands und im Jahr des 80. Jahrestags der Machtübernahme der Nationalsozialisten Sinn und Zweck des Berliner Themenjahrs „Zerstörte Vielfalt“.

Weiter sagte Wowereit: „Der bewaffnete Widerstand der im Ghetto von Warschau gefangenen Juden und dessen brutale Niederschlagung durch die deutschen Unterdrücker ist in doppelter Weise ein Symbol. Der mutige Aufstand der Opfer der nationalsozialistischen Mordmaschine steht für das kategorische ‚Nie wieder!‘ des jüdischen Volkes, das sich für alle Zukunft zur Wehr setzt gegen Diskriminierung und Unterdrückung, Deportation und Vernichtung. Damit haben die Aufständischen ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft gesetzt. Die brutale Niederschlagung durch die deutschen Truppen steht für die menschenverachtende Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes, das sich die Ermordung der Juden zum Ziel gesetzt hatte.“

Der Regierende Bürgermeister nimmt am Abend des 8. April 2013 im Jüdischen Gemeindehaus an der Gedenkveranstaltung sowie der Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer der Shoah teil.

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