Wowereit überreicht Pfarrer Manfred Fischer Bundesverdienstkreuz - Bildtermin

Pressemitteilung vom 11.03.2013

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, übergibt dem langjährigen Pfarrer der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in Berlin-Wedding, Manfred Fischer, am Dienstag, 12. März 2013, um 15 Uhr in seinem Amtszimmer im Berliner Rathaus das Bundesverdienstkreuz (Wort-Bild-Termin) . Wowereit überreicht die Auszeichnung im Auftrag des Bundespräsidenten.

Wowereit: „Manfred Fischer gilt mit besten Gründen als der ‚Mauerpfarrer’: Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Erinnerung an das Leid der Teilung Berlins und unseres Landes einen angemessenen Ort in der Mitte unserer Stadt gefunden hat. Sein Beispiel zeigt, wie eine einzelne Persönlichkeit durch ihr bürgerschaftliches Engagement in der Gesellschaft wirken kann, ein zentrales Thema aufrufen und mit gestalten kann. Berlin ist seinem sympathischen und immer mit großer Bescheidenheit auftretenden Mitbürger Manfred Fischer für seinen Einsatz, für seine Beharrlichkeit und für seinen immer wieder bewiesenen Mut zutiefst dankbar.“

Fischer ist seit 1975 Pfarrer der Versöhnungsgemeinde. Die durch die Mauer von der Gemeinde getrennte Kirche im Todesstreifen wurde noch 1985 von den DDR-Grenztruppen gesprengt. Für Fischer hatte die Mauer nicht zuletzt auf Grund dieser symbolischen Situation auch nach der Grenzöffnung und der Einheit zentrale Bedeutung. Seine Aktivitäten führten u.a. dazu, dass heute an der Bernauer Straße im Rahmen der Gedenkstätte Berliner Mauer noch relevante Mauerteile zu sehen sind. Er setzte den Neubau der Versöhnungskapelle als besonderes Zeichen im Dreiklang von Gedenkstätte, Dokumentationszentrum und Gotteshaus durch. Fischer wird mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.