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Berlin wird 775 – Wowereit stellt Ausstellungen zum Jubiläum vor

Pressemitteilung vom 24.08.2012

Das Presse- und Informationsamt des Landes teilt mit:

Aus Anlass des 775. Geburtstages der Hauptstadt eröffnen in Berlins alter und neuer Mitte die Open-Air-Ausstellungen „STADT DER VIELFALT“, „SPUREN DES MITTELALTERS“ und „DIE BERLINER STADTJUBILÄEN 1937 UND 1987“.
Alle drei Ausstellungen sind auch Bestandteil der morgigen 31. Langen Nacht der Museen, die dem Motto folgt: „Berlin hat Geburtstag – 110 Museen gratulieren“.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit stellte die Ausstellungen heute auf einem Rundgang vor, der vom Jüdenhof in der Nähe des Berliner Rathauses über die Marienkirche zum Schlossplatz führte, und erklärte: „Berlin steckt voller Geschichten und in den kommenden zwei Monaten werden viele von ihnen erzählt. In drei ungewöhnlichen Ausstellungen rücken Berlin zur Gründungszeit im 13. Jahrhundert, das vielfarbige Berlin von heute und die vergangenen Berlin-Jubiläen in den Blickpunkt. Berlin besinnt sich seiner historischen Wurzeln und bekennt sich zu seiner Rolle als weltoffene Stadt der Vielfalt.“

Berlin als Stadt der Einwanderung ist eine Stadt der Vielfalt. Ihr Wachstum, ihre Dynamik und Vitalität beruhen seit Jahrhunderten auf Impulsen durch Zuwanderung und kulturellen Austausch. Die Open-Air-Ausstellung „Stadt der Vielfalt“ auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte bringt die Geschichte(n) der Zuwanderer einer großen Öffentlichkeit nahe (25.8. bis 28.10.2012). Ein riesiger begehbarer Stadtplan im Maßstab 1:775 ist mit Wissenswertem über die Zuwanderung nach Berlin gespickt. Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte zu sehen, erfordert einen neuen Blick. Vieles Bekannte erscheint dabei in einem neuen Licht. Neben kultureller Bereicherung und harmonischem Miteinander über Jahrhunderte spiegeln sich auch die Abgründe: Ausgrenzung, Verfolgung, Verschleppung, Vertreibung. Insgesamt sind auf dem Stadtplan über einhundert Orte mit ihren kleinen und großen Geschichten markiert, zu Themen von A wie Arbeit bis W wie Wissenschaft: Freudiges und Tragisches, Typisches und Unerwartetes, in allen Teilen der Stadt, aus allen Teilen der Welt. Bis zum Ende der Ausstellung am 28.10.2012 sollen weitere Geschichten dazukommen. Neben regelmäßigen kostenlosen Führungen (mittwochs, 17 Uhr und sonntags, 13 Uhr) werden nach Anmeldung auch fremdsprachige Führungen angeboten.

Die zweite große Open-Air-Ausstellung „Spuren des Mittelalters“ (25.8. bis 28.10.2012) macht deutlich: Die Struktur der mittelalterlichen Stadt ist in der vom Krieg zerstörten und komplett umgebauten modernen Metropole immer noch zu erkennen. Spuren finden sich überall, z.B. die alten Stadtgrenzen, markiert durch Spree und Kupfergraben sowie Reste der alten Stadtmauer in der Nähe der S-Bahn, Berlins älteste Kirche, die Nikolaikirche, und der alte Handelsweg über den Mühlendamm. Der Mühlendamm ist sozusagen Berlins erste Adresse und die Keimzelle der Stadt.

Acht Ausstellungstürme entlang der heute viel befahrenen Verkehrsader Grunerstraße – Mühlendamm – Gertraudenstraße informieren über diese und weitere wichtige Orte der Doppelstadt Berlin-Cölln. Sie weisen zwischen Petriplatz und Klosterruine den Weg auf einer archäologischen Zeitreise und räumen en passant mit manchem Vorurteil über das vermeintlich finstere Mittelalter auf. Ergänzend erzählen 500 kurze Bodentexte Wissenswertes und Kurioses aus Alltag und Politik, Wirtschaft und religiösem Leben der mittelalterlichen Stadt. Regelmäßige kostenlose Führungen (donnerstags, 17 Uhr und sonntags, 11 Uhr) und spezielle Grabungsführungen mit Archäologen sollen spektakuläre Ausgrabungen wie am Petriplatz und am Großen Jüdenhof, aber auch Touristenmagnete wie die Marienkirche oder das Nikolaiviertel einem breiten Publikum als bedeutsame Stadtgründungsorte erschließen.

Bisher hat Berlin erst zweimal Geburtstag gefeiert. Das Jubiläum „775 Jahre Berlin“ bezieht sich tatsächlich eher auf die zweifache 750-Jahr-Feier 1987 im geteilten Berlin und auf die 700-Jahr-Feier 1937 in der Reichshauptstadt zur Zeit des Nationalsozialismus als auf mittelalterliche Quellen. Die Open-Air-Ausstellung „Die Berliner Stadtjubiläen 1937 und 1987“ blickt mit vielen historischen Fotos auf diese Feiern zurück, die von Party, Pomp und Propaganda geprägt waren.
In unmittelbarer Nähe dieser Ausstellung vor der Marienkirche befindet sich der zentrale Info-Point für das Jubiläum (25.8. bis 28.10., 9.30 – 19.30 Uhr). Von hier aus starten die meisten Führungen und Vermittlungsprogramme. Gäste wie Einheimische erhalten jede gewünschte Orientierung.

Diese Ausstellungen und alle weiteren Veranstaltungen gipfeln am 28. Oktober im großen Fest zum Jubiläum in der historischen Mitte – da, wo alles begann.

Mehr unter: www.berlin.de/775
Die Konzeption und Organisation der Jubiläumsfeierlichkeiten 2012 übernimmt die landeseigene Gesellschaft Kulturprojekte Berlin, gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und mit freundlicher Unterstützung von Partner für Berlin.

Pressekontakt: Gabriele Miketta, Tel. 49 30 247 49 732, pr@kulturprojekte-berlin.de Susanne Kumar-Sinner, Tel. 49 30 247 49 835, s.kumar@kulturprojekte-berlin.de