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Pilotprojekt zur verbesserten Steuerung in der Hilfe zur Pflege erfolgreich abgeschlossen – 14 Mio. € Sozialhilfeausgaben vermieden

Pressemitteilung vom 21.08.2012

Aus der Sitzung des Senats am 21. August 2012:

Mit Erfolg wurde in den Jahren 2009 bis 2011 in vier Berliner Bezirken ein Pilotprojekt zur Optimierung der „Organisationsentwicklung in der ambulanten Hilfe zur Pflege“ durchgeführt. Ziel war es, die hohen Steigerungsraten der Transferausgaben zu bremsen und gleichzeitig eine passgenaue und qualitativ hochwertige Erfüllung der gesetzlichen Ansprüche der Leistungsempfänger zu gewährleisten. Durch das Projekt ist es gelungen, die Steigerung der Ausgaben von vorher durchschnittlich 7,6 % auf 0,5 % zu dämpfen, was einem Betrag von 14 Mio. € vermiedenen Ausgaben entspricht. Dies geht aus dem von Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja vorgelegten Abschlussbericht zum Pilotprojekt hervor, den der Senat heute beschlossen hat.

Weitere Ergebnisse sind eine deutliche qualitative Verbesserung der Pflegeleistung durch die Einführung einheitlicher Bedarfsfeststellungsstandards für alle zwölf Berliner Bezirke, die seit dem 1. Juli 2012 gelten. Damit einhergehen auch umfassende Personalqualifizierungsmaßnahmen, die einen sofortigen Effekt auf die Passgenauigkeit der Leistungen gezeigt haben. Weiterhin wurde die Installierung eines flächendeckenden Fach- und Finanzcontrollings in den Bezirken vorbereitet. Das Projekt hat aber auch die Sensibilität der Akteure für möglichen Leistungsmissbrauch in der Pflege deutlich erhöht und somit ebenfalls zur Qualitätssteigerung beigetragen.

Senator Czaja: „Diese positiven Ergebnisse aus dem Pilotprojekt wollen wir aktiv nutzen und weiterentwickeln. Die gesammelten Erfahrungen sind eine gute Grundlage dafür, die Steuerungsaktivitäten auf ganz Berlin auszuweiten und in der Zukunft eine qualitativ hochwertige Leistung für alle pflegebedürftigen Berlinerinnen und Berliner sicherzustellen.“

Beteiligt am Pilotprojekt waren die für Soziales und Finanzen zuständigen Senatsverwaltungen sowie die Bezirke Lichtenberg, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Steglitz-Zehlendorf. Positive Effekte wurden aber in allen Berliner Bezirken erreicht, die mit der Ausweitung des Projektes auf ganz Berlin nun weiter gestärkt werden sollen.

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