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Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und verbesserte außerunterrichtliche Förderung von Kindern mit Behinderungen

Pressemitteilung vom 15.05.2012

Aus der Sitzung des Senats am 15. Mai 2012:

Der Senat baut die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen für die Jahrgänge 5 und 6 aus und verbessert die außerunterrichtliche Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Er hat dazu auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Ganztagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler beschlossen. Die Vorlage hatte dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme vorgelegen und wird nun in das Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung eingebracht.

Der Gesetzentwurf sieht für Kinder der Jahrgänge 5 und 6 bei Nachweis eines Betreuungsbedarfs an Schultagen ein Angebot in der ergänzenden Förderung und Betreuung von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr vor. Bisher wird in den Jahrgängen 5 und 6 die ergänzende Förderung und Betreuung nur dann gewährt, wenn ein besonderer Betreuungsbedarf nachgewiesen werden kann. Dies trifft derzeit für rd. 2.700 Kinder zu. Der Nachweis eines besonderen Bedarfs ist künftig nur noch für die Ferienbetreuung erforderlich. Damit hat sich der Senat für eine Ferienbetreuung nicht nur für alle Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf entschieden, sondern auch dafür, dass künftig allen Kindern, welche nach Maßgabe der bisherigen besonderen Bedarfsprüfung einen Anspruch auf ein Ferienangebot hatten, dieses auch weiterhin eröffnet wird.

Für das Schuljahr 2012/13 soll die erweiterte Betreuungsmöglichkeit bereits für alle Fünftklässler gelten, 2013/14 für alle Fünft- und Sechstklässler. Die Bildungsverwaltung prognostiziert rd. 7.000 Kinder und deren Familien zusätzlich, die von der neuen Regelung profitieren werden.

Bildungssenatorin Scheeres: „Alle Berliner Grundschulkinder sollen die Möglichkeit haben, nachmittags ergänzend gefördert und betreut zu werden. Durch den Ausbau der ergänzenden Förderung und Betreuung für die Fünft- und Sechstklässler erreichen wir dieses Ziel. Gleichzeitig stärken wir für die Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“

Ab dem Schuljahr 2012/13 beabsichtigt der Senat auch das Betreuungsangebot für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich „Geistige Entwicklung“ sowie anderen schweren Behinderungen zu verbessern. Schülerinnen und Schüler, die mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich „Geistige Entwicklung“ ein sonderpädagogisches Förderzentrum in der Eingangs-, Unter- oder Mittelstufe besuchen, wird ein neues zusätzliches Betreuungsmodul in der Zeit zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr angeboten. Dies trifft auch auf die Schülerinnen und Schüler mit schweren Behinderungen im gemeinsamen Unterricht an den Integrierten Sekundarschulen zu.
Die neuen Angebote stellen die erforderliche Gleichstellung zwischen den Angeboten der Integrierten Sekundarschule und der Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ her. Das entspricht den Anforderungen der UN- Behindertenrechtskonvention.

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