Klaus Wowereit zum 73. Jahrestag der Novemberpogrome vom 9. November 1938: „Ein Symbol der Barbarei“

Pressemitteilung vom 09.11.2011

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Zum 73. Mal jähren sich heute die Geschehnisse des 9. November 1938, als in Berlin wie in ganz Deutschland Synagogen angezündet und Tausende von Geschäften demoliert wurden. Aus Anlass der Novemberpogrome mahnte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen.

Wowereit: „Zu den schrecklichsten Ereignissen, die sich auf den Straßen der deutschen Hauptstadt abgespielt haben, zählen ohne Frage die Ausschreitungen, die im November 1938 stattfanden. Vor aller Augen wurden Juden gedemütigt, Geschäfte von Juden zerstört, jüdische Friedhöfe geschändet. Zigtausende wurden in die Konzentrationslager deportiert, viele wurden dort ermordet. Bis heute bleibt dieser 9. November 1938 ein Symbol der Barbarei.“

Umso wichtiger sei es, an diese Vergangenheit zu erinnern. Wowereit: „Aktives Erinnern heißt, die Lehren weiterzutragen und das aufrichtige Nachdenken mit den nachwachsenden Generationen zu teilen. Berlin tritt heute für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft ein, in der alle Menschen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe und Lebensweise Respekt genießen und frei leben können.“
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