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Zwischenbilanz der Asien-Pazifik-Wochen 2011 – Berlins Handelsverkehr mit Asien-Pazifik-Ländern wächst stetig

Pressemitteilung vom 14.09.2011

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Schwerpunkt der diesjährigen achten Asien-Pazifik-Wochen in Berlin sind Gesundheit, Ernährung und Wasser. In über 140 Veranstaltungen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur tauschen sich bis zum 17. September Experten aus Europa und der Asien-Pazifik-Region (APW) aus. Gemeinsam stellen sie sich den großen Herausforderungen unserer Zeit und entwickeln nachhaltige Strategien, um den globalen Problemen der Zukunft besser begegnen zu können. „Es geht um das Erreichen der Millenniumsziele, um die weltweite Versorgung mit sauberem Trinkwasser, um die Überwindung von bedrohlichen Krankheiten und die Gesundheitssysteme von morgen“, so der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

230 Unternehmen aus Europa und Asien beteiligen sich an den Veranstaltungen mit dem Ziel, Geschäftskontakte anzubahnen und zu vertiefen. Die boomenden Märkte der APW-Länder gewinnen für die deutsche Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Ebenso wächst der Handelsverkehr zwischen Berlin und der Region Asien-Pazifik stetig. Während 2005 noch Waren im Wert von 1,3 Mrd. ausgeführt wurden, belief sich der Warenwert 2010 bereits auf 1,9 Mrd. Euro. Aber auch der Import von Gütern ist gestiegen. Im Vergleich zu 2005 hat sich der Wert auf 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2010 nahezu verdoppelt.

„Wir waren von der Weltwirtschaftskrise betroffen, aber deutlich weniger als andere Länder“, verkündet Generalsekretär der ASEAN (Association of South East Asian Nations), Dr. Surin Pitsuwan. Die meisten ASEAN-Länder hätten ihre Rekordzahlen von 2008 bereits wieder erreicht oder sogar schon übertroffen. „Wir wachsen mit China und Indien. Und hinzu kommt unser wachsender Mittelstand und die zunehmende Kaufkraft.“

Der bisherige Höhepunkt der Asien-Pazifik-Wochen bildete die Podiumsdiskussion „Die Wirtschaft als Partner für Entwicklung in Asien“, bei der Bundesminister Dirk Niebel mit dem ASEAN-Generalsekretär Dr. Surin Pitsuwan und weiteren Vertretern aus Wirtschaft und Politik über die moderne Gestaltung von Entwicklungszusammenarbeit diskutierte. Im Außenwirtschaftsforum, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die mittelständische Wirtschaft ausgerichtet wurde, debattierten Unternehmer und Wissenschaftler über die ökonomische und politische Entwicklung der Region, während sich Dialogforen gezielt den Schwerpunktthemen Ernährung, Gesundheit und Wasser widmeten. Das Business Contact Forum fungierte als Plattform für Kooperationsanbahnungen zwischen deutschen und asiatischen Akteuren.

Länderschwerpunkte sind bis zum 17. September 2011 China, Indien, Vietnam, Pakistan, Bangladesch und Australien. Die Expo 2012 in Yeosu im Süden der Republik Korea sowie das neue EU-Freihandelsabkommen mit Korea, das am 1. Juli 2011 in Kraft trat, sind Gegenstand der Diskussion. Der Expo-Beauftragte Lee Joon-Hee aus Korea spricht dazu im Berliner Rathaus. Auch Delegationen aus Berlins Partnerstädten Tokio, Peking und Jakarta sind zu Gast in Berlin.

Japan erhält in diesem Jahr ein besonderes Gewicht, wird 2011 doch an „150 Jahre Deutsch-Japanische Freundschaft“ erinnert. Vor dem Hintergrund der Dreifachkatastrophe finden gleich mehrere Veranstaltungen statt. Ein Symposium zu den deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen zeigte bereits Kooperationsmöglichkeiten auf. Vom 15. bis 17. September stehen die Aussichten für den Gesundheitsmarkt in Japan auf der Agenda. Japans Markt für Medizintechnik und pharmazeutische Produkte ist einer der größten weltweit.

Am 17. September werden die Asien-Pazifik-Wochen im Haus der Kulturen der Welt einen feierlichen Abschluss finden. Höhepunkte des umfangreichen Kulturprogramms bilden die Ausstellung „Floating Food“ und der Film „Unter Schnee“ von Ulrike Ottinger, der in Berlin seine Weltpremiere feiert. Ab 15. September ist er im Kino Arsenal zu sehen.

Die Asien-Pazifik-Wochen wurden am 6. September 2011 von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und vom ASEAN-Generalsekretär, Dr. Surin Pitsuwan, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt eröffnet.

Seit 1997 finden die Asien-Pazifik-Wochen auf Initiative des Regierenden Bürgermeisters von Berlin alle zwei Jahre statt. Als strategische Partner unterstützen den Regierenden Bürgermeister die Berlin Partner GmbH in Zusammenarbeit mit dem Asien-Pazifik-Forum Berlin e.V. (Koordination des Wirtschafts- und Wissenschaftsprogramms) und das Haus der Kulturen der Welt (Koordination des Kulturprogramms). Bundespräsident Christian Wulff ist Schirmherr der Asien-Pazifik-Wochen.

Weitere Informationen zum Programm der Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2011 unter: http://www.APWberlin.de.

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