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Bericht über Maßnahmen zur Deckung des Fachkräftebedarfs vorgelegt

Pressemitteilung vom 13.09.2011

Aus der Sitzung des Senats am 13. September 2011:

Wie künftig dem wachsenden Fachkräftebedarf entsprochen werden kann, hat der Senat in seinem Bericht „Maßnahmen zur Deckung des Fachkräftebedarfs“ zusammengefasst. Diesen Bericht – vorgelegt durch die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm, – hat der Senat heute beschlossen. Er wird nun dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.

Die Gemeinsame Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg vom Februar 2010 analysiert den zukünftigen Fachkräftebedarf infolge des strukturellen und demografischen Wandels. Bis zum Jahr 2030 können voraussichtlich rund 460.000 Arbeitsplätze (2015: 273.000 Arbeitsplätze und 2020: 362.000 Arbeitsplätze) in Berlin-Brandenburg nicht besetzt werden, wenn nicht gegengesteuert wird. Diese Prognose erfordert ein vorausschauendes und gemeinsames Handeln aller Beteiligten in Politik und Wirtschaft. Mit dem Masterplan Qualifizierung – verabschiedet durch den Berliner Senat im April 2011 – liegen Vorschläge und Maßnahmen für die berufliche Bildung von der Erstausbildung bis zur berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung vor.

Der Berliner Masterplan Qualifizierung umfasst sechs Handlungsfelder:
1. Duale Ausbildung
2. Übergang Schule-Beruf – Regionales Übergangsmanagement
3. Berufliche Weiterbildung
4. Fachkräfteweiterbildung an Hochschulen
5. Berufsbezogene Bildungsberatung
6. Wachstumsregion Flughafen Berlin Brandenburg

Mit dem Masterplan Qualifizierung hat der Senat die Möglichkeit, alle Bildungsgänge und Maßnahmen in der Berufsausbildung, in der beruflichen Weiterbildung, im Hochschulsystem sowie im sogenannten Übergangssystem in ihrer Effektivität zu verbessern und auf das Ziel von anerkannten Abschlüssen auszurichten.

Zur Deckung des Fachkräftebedarfs gehören zum einen Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung für bereits Beschäftigte. Zum anderen muss die Attraktivität der angebotenen Arbeitsplätze für die gesuchten Fachkräfte in allen Altersgruppen durch die Unternehmen erhöht werden. Gewonnene Fachkräfte müssen an die Unternehmen gebunden werden. Es sind mehr Anstrengungen der Berliner Wirtschaft erforderlich, um die erforderliche Zahl betrieblicher Ausbildungsplätze bereitzustellen und die künftigen Fachkräfte selbst und in der erforderlichen Qualität auszubilden. Durch mehr Ausbildungsplätze bei den Berliner Beteiligungsunternehmen und im öffentlichen Dienst Berlins leistet das Land seinen Beitrag ebenso wie mit der Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze im Verbund, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen im Berliner Ausbildungsplatzprogramm.
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