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Maßnahmen zur Reduzierung der Jugendgewalt beschlossen

Pressemitteilung vom 07.06.2011

Aus der Sitzung des Senats am 7. Juni 2011:

Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, ein Gesamtkonzept zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz in Berlin beschlossen. Die Konzeption, in der die Projekte und Maßnahmen in diesem Bereich beschrieben werden, wurde unter Beteiligung der Senatsverwaltungen für Bildung, Wissenschaft und Forschung, für Inneres und Sport, für Justiz, für Stadtentwicklung, für Integration, Arbeit und Soziales sowie für Wirtschaft, Technologie und Frauen erarbeitet.

Die Maßnahmen beziehen sich schwerpunktmäßig unter anderem auf die Themenfelder:

• Stärkung der Erziehungskompetenz,
• Stärkung sozialer Kompetenz durch Schule,
• Kooperation mit Migrantenorganisationen,
• Stärkung von Institutionen zur Sicherung des gesetzlichen Auftrages sowie
• Sensibilisierung der Fachkräfte.

Neu wurde die Einrichtung einer Arbeitsstelle zur Koordination und für das Controlling der Umsetzung des Gesamtkonzeptes beschlossen. Dort sollen Evaluationsstrukturen und ein Monitoring „Jugenddelinquenz“ durchgeführt werden. Damit werden Qualitätsstandards entwickelt und die Maßnahmen evaluiert. Die Arbeitsstelle soll an eine geeignete wissenschaftliche Einrichtung des Landes Berlin angegliedert werden.

Dass Maßnahmen in diesem Bereich nicht ohne Wirkung sind, wird auch in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik Berlin für das Jahr 2010 deutlich: Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % gesunken. Im Bereich der Jugendgruppengewalt, zu der insbesondere die Delikte Raub, Körperverletzung und Sachbeschädigung ausgewertet werden, ist ebenfalls ein erfreulicher Rückgang um 22 % zum Vorjahr zu verzeichnen.

Die Erfolge im Bereich der Präventionsarbeit, insbesondere die verbesserte Kooperation zwischen Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz sowie die Weiterentwicklung der Arbeit mit jungen Schwellen- und Intensivtätern, sind erfreulich, aber stellen keine Entwarnung dar. Der Senat wird mit der nun beschlossenen Gesamtkonzeption seine Anstrengungen in diesem Bereich verstärkt koordinieren und positive Erfahrungen auch in die Arbeit mit straffällig gewordenen Kindern übernehmen.

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