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Berlin positioniert sich: „Aktionsprogramm Elektromobilität Berlin 2020“ liegt vor

Pressemitteilung vom 22.03.2011

Aus der Sitzung des Senats am 22. März 2011:

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und der Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, präsentierten heute das vom Senat beschlossene „Aktionsprogramm Elektromobilität Berlin 2020“. Damit positioniert die Hauptstadt sich im deutschen Standortwettbewerb zur Entwicklung und Erprobung der Elektromobilität. Insbesondere will Berlin sein Potenzial als internationales „Schaufenster Elektromobilität“ für Deutschland einbringen.

Die Hauptstadt will mit dem Aktionsprogramm die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen bündeln, verstärken und international vermarkten. Berlin will aber auch das Potenzial der Elektromobilität für signifikant verminderte Lärm- und Abgasemissionen nutzen und damit die schon heute international anerkannte hohe Lebensqualität für die Bevölkerung weiter erhöhen.

Wowereit: „Unsere Stadt hat große Chancen, ein bedeutender Standort der Elektromobilität in Europa zu werden. Intelligente Mobilität, neue Technologien und klimaschonende Energie sollen in Berlin erforscht, erprobt und produziert werden. Die Stadt bietet dafür sehr gute Bedingungen: Hier gibt es hervorragende Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, gerade auch in der Verkehrs- und Mobilitätsforschung, sowie gut ausgebildete Fachkräfte. Und hier herrscht eine hohe Nachfrage nach Fahrzeugen der Elektromobilität. Das Aktionsprogramm ist ein wichtiges Signal, unserem Ziel näher zu kommen.“

Wolf: „Die Hauptstadtregion verfügt mit dem Aktionsprogramm Elektromobilität über Leitlinien und Aktionsfelder, die mit allen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung abgestimmt sind: eine gute Basis, um unsere Region als nationales Kompetenzzentrum und überregionales Schaufenster der Elektromobilität zu etablieren. Ziel ist es, Berlin als Industriestadt weiter zu stärken und die industrielle Wertschöpfung der Hauptstadtregion durch nachhaltige und innovative Mobilitätskonzepte zu steigern.“

Bis zur Jahresmitte wird die Nationale Plattform Elektromobilität – ein von der Bundesregierung eingerichtetes Beratungsgremium – ihren ersten Bericht vorlegen. Dieser wird Vorschläge enthalten, wie die deutsche Wirtschaft bis zum Jahr 2020 zum Leitanbieter und Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität entwickelt werden können. Um die Hauptstadtregion in diesem Prozess zu positionieren, wurde nun das „Aktionsprogramm Elektromobilität Berlin 2020“ vorgelegt.

Es zeigt Ziele, Strategien, Potenziale, Stärken und Handlungserfordernisse der Region auf. Konkret werden u. a. folgende Vorschläge unterbreitet:

• eine zunehmende Integration von Carsharing-Modellen in den öffentlichen Verkehr und im Verbund mit anderen Dienstleistungen (z. B. Wohnungswirtschaft),
• die Schaffung abgeschlossener Versuchszonen in einem Stadtbezirk und national wahrgenommener Erlebniswelten (z. B. auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof),
• das Vorhalten von Entwicklungs- und Fertigungsarealen für Elektromobilität auf der Fläche des bisherigen Flughafens in Tegel,
• die Verknüpfung regenerativer Energieträger in Brandenburg mit dem Energieverbrauch der Verkehrsmetropole (sog. Car-to-Grid-Technologien),
• die Erprobung intermodaler Reiseketten anhand der Verbindung Berlin-Hamburg.

Im nächsten Schritt wird bis zur Jahresmitte ein Maßnahmenplan erstellt, der konkrete Maßnahmen, Projekte, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne benennt. Die Koordinierung obliegt der „Berliner Agentur für Elektromobilität eMO“; ein PPP- Projekt der Berlin Partner GmbH und der TSB Technologiestiftung Berlin im Auftrag des Landes Berlin.

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