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100. Internationaler Frauentag: Wowereit fordert mehr weibliche Führungskräfte in der Wirtschaft und gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Pressemitteilung vom 07.03.2011

Sperrfrist: 8. März 2011, 05.00 Uhr
(frei für Dienstags-Zeitungen)

Das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin teilt mit:

Der 100. Internationale Frauentag in diesem Jahr ist ein besonderes Datum. Das erklärte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, zum Weltfrauentag am 8. März 2011.

Wowereit: „Das 100. Jubiläum des Frauentags ist ein besonderes Ereignis. Es erinnert uns an lange, harte Auseinandersetzungen für die Rechte der Frauen in unserer Gesellschaft und überall auf der Welt. Vieles ist gelungen, vieles ist besser geworden, aber das Ziel einer vollendeten Gleichberechtigung haben die engagierten Frauen und die Frauenbewegung insgesamt bei uns noch nicht erreicht.“

In der Politik, so Wowereit weiter, sei das Ziel der Gleichberechtigung mittlerweile Allgemeingut. Entscheidend sei aber die Praxis: „Wir sind in Berlin weiter als andere, aber ich räume selbstkritisch ein, dass wir an der einen oder anderen Stelle Nachholbedarf haben. Die Besetzung von Führungspositionen zum Beispiel bei den landeseigenen Betrieben ist so ein Punkt, aber der Senat hat gerade hier zuletzt eindeutige Akzente gesetzt.“

Frauen, sagte Wowereit weiter, seien selbstbewußt genug nachzufragen, was hinter manchem Lippenbekenntnis zur Gleichberechtigung insbesondere aus der Wirtschaft in Wirklichkeit stehe. Der Regierende Bürgermeister: „Frauen sind beispielsweise in den Führungsetagen der Wirtschaft noch lange nicht ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend vertreten. Deutschland ist hier im internatinalen Vergleich Schlußlicht, und das ist beschämend. Noch immer ist auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit nicht überall die Regel. Deshalb brauchen engagierte Frauen und die Frauenbewegung weiterhin breite gesellschaftliche Unterstützung, und das nicht nur am Weltfrauentag.“

In der Stadt wird der Jubiläums-Frauentag 2011 auf vielen Veranstaltungen und durch zahlreiche Ausstellungen gewürdigt. Der Regierende Bürgermeister: „Ich bin sicher, dass es dabei eine rege Beteiligung geben wird, und ich wünsche allen Organisatorinnen und Veranstalterinnen, den zahlreichen Initiativen und Vereinigungen, die aktiv sind, viel Erfolg.“ Berlin verleiht aus Anlass des Frauentags seit 1988 den Berliner Frauenpreis. Preisträgerin 2011 ist die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Prof. Dr. Jutta Allmendinger.

2011 wird der 100. Weltfrauentag begangen. Auf Vorschlag u.a. von Clara Zetkin beschloss die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen einstimmig seine Einrichtung. Der erste Internationale Frauentag fiel auf den 19. März 1911. Inzwischen wird der Frauentag international als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden gefeiert.

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