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Helga-Moericke-Preis für Soziales Lernen 2010: Die Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte gewinnt den Wettbewerb

Pressemitteilung vom 09.09.2010

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Das Team der „Werkstatt Soziales Lernen“ an der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte im Bezirk Lichtenberg gewinnt den diesjährigen Helga-Moericke-Wettbewerb.

Die Staatssekretärin für Wirtschaft, Technologie und Frauen Almuth Nehring-Venus, sie ist Schirmfrau des Wettbewerbs, übereichte den Mitgliedern der „Werkstatt für Soziales Lernen“ heute die Urkunde und einen Scheck über 1.500 Euro. Almuth Nehring-Venus: „Das Konzept des Sozialen Lernens macht Jungen und Mädchen selbstbewusst, stark und kooperativ. Der Preis motiviert das Team der Carl-von-Linné-Schule und ehrt die verstorbene Dr. Helga Moericke, die das Soziale Lernen maßgeblich für den Schulalltag entwickelte.“

Soziales Lernen ist Teil eines erweiterten Lernbegriffs, der die Entwicklung von Handlungskompetenz zum Ziel hat und die Grundlage für ein tolerantes und friedfertiges Zusammenleben schafft. Eine wichtige Komponente dabei ist der Erwerb von Sozialkompetenz. Mädchen und Jungen lernen, sich mit den tradierten Geschlechtsrollenbildern und den daraus resultierenden Zuschreibungen und Einengungen auseinanderzusetzen. Sie lernen eigene Stärken und Schwächen, ihre Gefühle und Bedürfnisse kennen und können neue Perspektiven für ihre eigene Entwicklung finden. Erziehungsziel ist die Verwirklichung der Geschlechter-Demokratie. Durch das Soziale Lernen entwickeln sich die Kinder zu selbstbewussten Mädchen und Jungen, die zunächst in der Schule, aber auch im späteren Arbeits- und Familienleben teamfähig und kommunikationsfähig sind. Sie sind in der Lage, Konflikte konstruktiv zu bewältigen.

Der Helga-Moericke-Preis für Soziales Lernen wird nach 2009 zum zweiten Mal verliehen. Ausgelobt wurde er vom Verein „frauen schule Berlin/Brandenburg e.V“, der sich für die Verwirklichung der Chancengleichheit der Geschlechter im Bildungswesen einsetzt. Der Preis ist der engagierten Dr. Helga Moericke gewidmet, ehemals Studienrätin und Frauenvertreterin in Reinickendorf, die 2008 verstarb. Während ihrer schulischen Tätigkeit und im Rahmen von Fortbildungen und Supervisionen für Lehrkräfte hatte sie maßgeblichen Anteil an der Etablierung des Konzeptes zum Sozialen Lernen für Mädchen und Jungen an den Berliner Schulen. Dieses Konzept ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des schulischen Lebens, vor allem an Grundschulen, geworden.

Auch an der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte hat das Thema Soziales Lernen mit der Gründung der „Werkstatt für Soziales Lernen“ eine langfristige Perspektive. Kontinuierlich und systematisch sollen die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Ein Team von Erzieherinnen, Erziehern, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bietet regelmäßig interne Fortbildungen und Praxisberatung für die pädagogischen Kräfte der Schule an. Die Mitglieder der Werkstatt haben einen Kompass für das Soziale Lernen in der Grundschule entwickelt, der evaluiert und fortgeschrieben werden soll.

Die Carl-von-Linné-Schule als gebundene Ganztagsschule ist ein Sonderpädagogisches Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“. Derzeitig besuchen ca. 400 Schülerinnen und Schüler aus allen Berliner Bezirken sowie dem Land Brandenburg die Schule.

Weitere Informationen:
[[http://www.frauen-und-schule-berlin-brandenburg.de/start.html|http://www.frauen-und-schule-berlin-brandenburg.de/start.html]]
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Rückfragen:
Stephan Schulz
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