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Bildungssenator Zöllner zum Volksentscheid in Hamburg

Pressemitteilung vom 20.07.2010

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Berlins Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner erklärt zum Ausgang des Volksentscheids in Hamburg: „Ich bedauere es, dass die Schulreform in Hamburg in der Bevölkerung eine geringere Akzeptanz hat als die Reform, die wir hier in Berlin durchführen. Denn: Die Ziele sind ähnlich: Längeres gemeinsames Lernen und die Errichtung von zwei gleichberechtigten Schularten, die allen Schülerinnen und Schülern sämtliche Abschlussperspektiven bis hin zum Abitur eröffnen, sind eine wichtige Voraussetzung, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst stark nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert werden können.“

Die Schulreform in Hamburg weist in ihren Eckpunkten viele Parallelen zum Berliner Weg auf. Ebenso wie in Berlin mit dem Gymnasium und der Integrierten Sekundarschule soll auch in Hamburg aufbauend auf der Grundschule ein zweigliedriges Schulsystem entstehen mit der Möglichkeit, die Schülerinnen und Schüler zu allen Schulabschlüssen einschließlich des Abiturs zu führen. In beiden Ländern ist eine verbindliche Kooperation mit den beruflichen Schulen (Oberstufenzentren) vorgesehen.

Anders als Hamburg setzt Berlin zur Verbesserung der individuellen Fördermöglichkeiten auf einen flächendeckenden Ausbau der Integrierten Sekundarschulen zu Ganztagsschulen. Für die Ausge-
staltung des Ganztagsbetriebs haben die Schulen vielfältige Möglichkeiten, unter anderem durch enge Kooperationen mit Sport- und Jugendverbänden und kulturellen Einrichtungen. Dafür stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung. Auch ein Gymnasium in jedem Bezirk erhält diese Ganztagsperspektive.

Berlin hat bei der Umsetzung der Schulreform von Anfang an auf eine breite Beteiligung gesetzt. Bereits in einer sehr frühen Phase gab es in den Bezirken Informations- und Diskussionsveranstaltungen mit dem Senator, bei denen sich die Beteiligten einbringen konnten. Anders als in Hamburg hat Berlin an dem Elternwahlrecht für die Wahl der weiterführenden Schulart – Integrierte Sekundarschule oder Gymnasium – von Anfang an festgehalten. Die Gymnasien sind in Berlin von Anfang an eine feste Größe in der Schulstrukturreform gewesen. Auch der eindeutig kommunizierte Fortbestand grundständiger Angebote an Gymnasien ab Klassenstufe 5 hat auch zu der großen Akzeptanz der Schulreform beigetragen.

Senator Zöllner: „Eine Fortführung des starr gegliederten Schulsystems würde die Schülerinnen und Schüler benachteiligen. Durch die beiden gleichwertigen Schularten, mit der Möglichkeit zu allen Abschlüssen, schaffen wir ein attraktives Angebot, aus dem Eltern wählen können. Das Gymnasium wird dadurch nicht benachteiligt; vielmehr hat es etwa durch die verkürzte Schulzeit ein eigenständiges Profil.“

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