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Enthüllung von fünf Berliner Gedenktafel für verdiente Alumni der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums der HU

Pressemitteilung vom 09.07.2010

Berlins Staatssekretär für Kultur André Schmitz und Olaf Czernomoriez, Vorstandsmitglied der GASAG, übergeben am Montag, den 12. Juli 2010 um 14.30 Uhr im Ehrenhof der Humboldt-Universität zu Berlin (vor dem Haupteingang des Hauptgebäudes) fünf Berliner Gedenktafeln zu Ehren verdienter Alumni der ältesten Alma Marta Berlins an den Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Herrn Prof. Markschies.

Erinnert wird mit jeweils einer Berliner Gedenktafel an die Schriftstellerin und Lehrerin Agnes von Zahn-Harnack (19. 6.1884 – 22.5.1950). Sie war Mitbegründerin des »Deutschen Akademikerinnenbundes« zur Förderung der universitären Frauenbildung und wurde 1908 als erste Studentin an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität immatrikuliert. Sie verfasste mehrere Bücher zur Geschichte der deutschen Frauenbewegung. An den Begründer der klassischen Organischen Chemie, Emil Fischer (9. 10.1852 – 15.7.1919), der von 1892 bis zu seinem Tod in Berlin wirkte, wird zukünftig eine Berliner Gedenktafel erinnern. Für seine bahnbrechenden Arbeiten erhielt er 1902 auf dem Gebiet der Zuckerchemie den Nobelpreis für Chemie. Der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Victor Klemperer (9. 10.1881 – 11.2.1960) prägte den Ausspruch »Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten«. Bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten lehrte er in Dresden, wo er Holocaust und Bombenkrieg überlebte. Von 1947 bis 1960 wirkte Victor Klemperer in Greifswald, Halle und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Kernphysikerin Lise Meitner (17. 11.1878 – 27.10.1968) erhielt als erste Physikerin in Deutschland 1922 die »Venia legendi« für Physik und wurde 1926 a.o. Professorin an der Berliner Universität. Zusammen mit Otto Frisch erarbeitete sie 1939 die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die die Otto Hahn und Fritz Straßmann entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten. 1938 emigrierte Lise Meitner nach Schweden. Die fünfte Berliner Gedenktafel erinnert an Artur Nussbaum (31. 1.1877 – 22. 11.1964). Der Jurist, Rechtswissenschaftler und Begründer der Rechtstatsachenforschung lehrte von 1914 bis 1933 an der Berliner Universität Handels-, Bank- und Börsenrecht. Nach seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten emigrierte er 1934 in die USA und wirkte bis 1951 an der Columbia University New York.

Die fünf Berliner Gedenktafeln werden als Geschenk der GASAG im Rahmen der Feierlichkeiten HU200 an die Humboldt-Universität übergeben. Im Anschluss lädt die GASAG zu einem Umtrunk ein.

Rückfragen:
Dr. Torsten Wöhlert
Telefon: 90 228 203
E-Mail: torsten.woehlert@kultur.berlin.de