Nachnutzung des Flughafens Tempelhof: Verkehrserschließung des Geländes soll verbessert werden

Pressemitteilung vom 16.03.2010

Aus der Sitzung des Senats am 16. März 2010:

Die verkehrliche Erschließung des ehemaligen Flughafens Tempelhof ist in Anbetracht der dort langfristig zu erwartenden Nutzungen nicht ausreichend. Das betrifft insbesondere den Kfz-Verkehr und den Schwerlastverkehr. Die vorhandenen Straßen, der Tempelhofer Damm und der Columbiadamm, haben bereits eine erhebliche Verkehrsbelastung. Eine zusätzliche Zufahrt zum Flughafengelände von Osten über die Oderstraße ist denkbar. Aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung ist sie aber für ein Verkehrsaufkommen in erheblichem Umfang nicht geeignet.

Darüber hinaus fehlt bisher eine Verknüpfung des ehemaligen Flughafengeländes mit den südlich angrenzenden Quartieren für Fußgänger und Radfahrer. Sowohl die Autobahn als auch die S-Bahn bilden hier eine Barriere.

Eine neue Brücke im Süden wäre eine grundsätzlich mögliche und sinnvolle Ergänzung der Erschließung. Das wurde bei Untersuchungen zur Konkretisierung der künftigen Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes deutlich.

Um die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer verbessern und eine zusätzliche Verbindung für den motorisierten Verkehr von Süden im Zusammenhang mit der Gesamtentwicklung formal sichern zu können, beabsichtigt der Senat, eine unbebaute Teilfläche an der Oberlandstraße in das Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung einzubeziehen. Darüber hinaus wird geprüft, ob hier langfristig ein neuer S-Bahnhof angeordnet werden kann.

Der Senat hat heute eine entsprechende Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zur Kenntnis genommen. Sie wird zunächst dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet. Stimmt dieser der Einbeziehung in das Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung zu, wird die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für die Durchführung des Bebauungsplanverfahrens zuständig. Die Zuständigkeit für das Flughafengelände selbst liegt bereits seit 2007 beim Senat.

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