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von der Aue und Junge-Reyer eröffnen neue Justizvollzugsanstalt Düppel

Pressemitteilung vom 02.07.2010

Die Senatsverwaltungen für Justiz und Stadtentwicklung teilen mit:

Justizsenatorin Gisela von der Aue und ihre Kollegin aus dem Stadtentwicklungsressort, Ingeborg Junge-Reyer, haben heute die neue Justizvollzugsanstalt Düppel ihrer Bestimmung übergeben.

Der Neubau an der Robert-von-Ostertag-Straße im Ortsteil Zehlendorf wurde in zweijähriger Bauzeit errichtet. Er bietet Platz für 250 Inhaftierte des offenen Männervollzuges. Jedem Inhaftierten steht nun ein Einzelhaftraum zur Verfügung. Damit kann auf eine Doppelbelegung von Hafträumen verzichtet werden.
Auf einer Gesamtfläche von mehr als 5.000 qm sind Werkstätten untergebracht. „Hauptarbeitgeber“ für die Inhaftierten ist aber die eigene Gärtnerei, deren Produkte in einem anstaltseigenen Geschäft an Jedermann verkauft werden. Insgesamt stehen 110 Arbeitsplätze innerhalb und außerhalb der Anstalt zur Verfügung. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt liegen bei etwa 13 Millionen Euro. Zugleich nimmt mit der organisatorischen Verschmelzung der Justizvollzugsanstalten Düppel und Hakenfelde die Justizvollzugsanstalt des Offenen Vollzuges mit insgesamt 908 Haftplätzen verteilt auf vier Standorte ihren Betrieb auf.

Der Neubau der Stuttgarter Architekten Mahler Günster Fuchs ersetzt nun die eingeschossigen Barackenbauten, die 1948 für den Strafvollzug dort errichtet wurden.

Von den derzeit knapp 5.000 Gefangenen in Berlin befinden sich 1.100 im offenen Vollzug.

Justizsenatorin Gisela von der Aue unterstrich beim Festakt zur Eröffnung die Bedeutung des offenen Vollzuges für die Resozialisierung der Inhaftierten.

Justizsenatorin von der Aue: „Diese Vollzugsform ist besonders gut geeignet, Gefangene auf ein straffreies Leben in Freiheit vorzubereiten. Sie können in einem freien Beschäftigungsverhältnis außerhalb der Anstalt einer Arbeit nachgehen, Kontakt zur Familie halten und so ein weitgehend gesellschaftlich integriertes Leben führen. Diese Form der Resozialisierung vermindert deutlich die Gefahr von Rückfällen. Ich freue mich, dass wir ein Fünftel der Berliner Inhaftierten im offenen Vollzug untergebracht haben. Berlin belegt damit im bundesweiten Ländervergleich einen Spitzenrang.“

Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer: „Die Herausforderung besteht darin, Strafgefangene erfolgreich in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei müssen auch die Umgebung und das bauliche Umfeld stimmen. In dem Neubau gibt es Werkstätten, in denen die Strafgefangenen arbeiten, und Gemeinschaftsräume, in denen sie sich mit ihren Familien treffen können. Das erleichtert es ihnen, sich später in Freiheit wieder zu Recht zu finden.“

Rückfragen:
Bernhard Schodrowski
Telefon: 030/9013-3633
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