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Berlins Green Economy: Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung

Pressemitteilung vom 17.11.2009

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

3. Berliner Wirtschaftskonferenz 2009 zum Thema „Green Economy“

Green Economy ist die Antwort auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcen-Verknappung und steigenden Energiebedarf. Auf der 3. Berliner Wirtschaftskonferenz „Green Economy“ stehen die Chancen dieses Paradigmenwechsels für die hauptstädtische Wirtschaft im Zentrum. Green Economy ist Motor für Wachstum, Innovation und Beschäftigung in der Hauptstadt. Weltweit erfolgreiche Berliner Unternehmen entwickeln in enger Vernetzung mit Wissenschaft und Forschung hochinnovative technologische Lösungen für eine effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen und den Ausbau Erneuerbarer Energien. Berlins Green Economy wuchs seit 2005 um rund 20 Prozent, umfasst mindestens 500 Unternehmen und rund 42.000 Beschäftigte. Berlin stellt mit 5,1 Prozent im Städtevergleich den höchsten Beschäftigtenanteil Deutschlands.

Eine hochkarätige Rednerliste und Rekordteilnehmerzahlen von rund 700 Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die der Einladung der Wirtschaftsverwaltung und der Investitionsbank Berlin auf die 3. Wirtschaftskonferenz gefolgt sind, belegen: Green Economy ist eines der wichtigsten Zukunftsfelder der Hauptstadt. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher sehen Berlin als Standort der Nachhaltigkeit. Wirtschaftssenator Harald Wolf betonte im Rahmen der Podiumsdiskussion die Potenziale einer Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Gemeinsam mit den Partnern der Wachstumsinitiative informierte er sich im Rahmen eines Rundgangs durch eine Leistungsschau Berliner Unternehmen über das innovative Potenzial der Green Economy am Standort.

Wirtschaftssenator Harald Wolf: „Berlins Green Economy schafft industrielles Wachstum und technologische Innovationen. Unsere GreenTech-Industrie verzeichnet eine hervorragende Wachstumsrate von rund 20 Prozent seit 2005. Bei der Entwicklung innovativer Lösungen profitieren die Unternehmen von Berlins hervorragender Forschungslandschaft. Um diesen Prozess zu stärken, haben wir 2008 unsere Innovationsstrategie um das Kompetenzfeld „Energietechnik“ erweitert. Berlin hat sich das ambitionierte Klimaschutzziel einer Reduktion der CO2-Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 gesetzt. So entstehen entscheidende Anreize für energieeffiziente Lösungen in den Umwelttechnologien, die Wachstum in Berlins Green Economy generieren. Damit bringen wir Berlin als Standort klimafreundlicher Zukunftsstrategien weiter nach vorn. Zugleich entstehen hochqualifizierte Arbeitplätze in Industrie, Handwerk und Dienstleistungen.“

IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer betonte: „Green Economy bedeutet auch, neue Technologien in der Industrie zur Anwendung zu bringen. Auf der Konferenz sind zahlreiche herausragende Beispiele für mehr Energie- und Materialeffizienz präsentiert worden. Ich kann versichern, dass diese Anstrengungen der Unternehmen in den nächsten Jahren noch zunehmen werden – die Berliner Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Die Politik muss die Wirtschaft aber auf diesem Weg gezielt unterstützen. Dabei sollten freiwillige Lösungen immer den Vorrang vor Verboten erhalten. Die vielen guten, freiwilligen Beispiele für mehr Ressourceneffizienz unterstreichen dies. Zeitgleich dürfen wir nicht vergessen, Berlin als Standort für eine leistungsstarke Green Economy noch offensiver zu vermarkten.“

UVB-Präsident Burkhard Ischler begrüßte die 3. Berliner Wirtschaftskonferenz als wichtiges Forum für den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik. Weiter sagte er: „Die Green Economy ist Wachstumsfaktor und Innovationsmotor für Berlin. Vor allem in der Industrie werden Zukunftslösungen für die aktuellen weltweiten Herausforderungen generiert: Allen voran für den steigenden Energiebedarf bei begrenzten Ressourcen. Die Berliner Industrie hat alle Chancen für eine internationale Green Leadership. Schlüssel zum Erfolg sind innovative Ideen für höhere Energieeffizienz bei etablierten Technologien und technologische Fortschritte bei den erneuerbaren Energien.“

Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz hob die Bedeutung des effektiven Einsatzes von Green-Tech für den Erfolg im Klimaschutz hervor. “Bei der energetischen Gebäudesanierung, einem Kernstück in jeder Strategie gegen den Klimawandel, kommt dem ausführenden Handwerk eine Schlüsselrolle zu. Zu diesem Thema verfügt Berlin über viel Know-how in Theorie und Praxis. Allerdings muss die Schlagzahl bei der Umsetzung noch deutlich erhöht werden, um die Klimaschutz-Ziele Berlins zu erreichen. Dafür tritt das Handwerk ein, denn Klimaschutz schafft viele neue Arbeitsplätze.”

IG Metall-Bevollmächtigter Arno Hager erklärte: „Berlin hat eine identifizierte Industrielücke. Diese Lücke kann gefüllt werden, wenn die Potenziale Berlins ausgeschöpft werden. Die ‚Green-Tech-Unternehmen’ mit der Fertigung von herausragenden Energie-Maschinen, u.a. der Hochleistungs-Gasturbine, dem Turbo-Verdichter mit dem höchsten Wirkungsgrad, der Konzeption und dem Bau von Solar-Kraftwerken oder der Entwicklung und Produktion von Offshore-Windkraftgeneratoren sind ein solches Potenzial.“

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Stephan Schulz
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