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Helga-Moericke-Wettbewerb für Soziales Lernen: Erster Preis für Jens-Nydahl-Grundschule

Pressemitteilung vom 03.09.2009

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Die Jens-Nydahl-Grundschule, eine Ganztagsschule in Kreuzberg, gewinnt den Helga-Moericke-Wettbewerb und damit 1.500 EURO. Sie setzte sich mit einem überzeugenden Konzept zur Verankerung des Sozialen Lernens im Schulalltag gegen eine Konkurrenz von rund 30 Mitbewerberinnen und Bewerbern durch.

Almuth Nehring-Venus, Staatssekretärin für Wirtschaft, Technologie und Frauen und Schirmfrau des Wettbewerbs, hat der Schule Urkunde und den damit verbundenen Scheck überreicht. Das Geld kommt gerade recht: Endlich kann der Wunsch nach der Anschaffung von T-Shirts mit einem schuleigenen Logo in Erfüllung gehen. Die Laudatio hielt Hans-Christian Ströbele, Mitglied des Deutschen Bundestages und Förderer der Jens-Nydahl-Grundschule.

Als Schirmfrau des Wettbewerbs ist Almuth Nehring-Venus davon überzeugt, dass im Rahmen des Sozialen Lernens der Aufbau von Selbstbewusstsein, auch in Bezug auf die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität, die Fähigkeit zu gleichberechtigter Kooperation sowie die selbständige Organisation von Lernprozessen in der Schule und später im Arbeits- und Familienleben sehr gut vorbereitet werden: „Soziales Lernen ist ein Investition in die Zukunft der Kinder. Mädchen nehmen die eigenen Stärken -auch ihre Körperkraft- wahr und entwickeln sie. Sie lernen Grenzen zu ziehen, ihre Durchsetzungsfähigkeit zu steigern und sich für sich selbst einzusetzen. Die Jungen lernen, ihre Körperkraft zu kontrollieren, Grenzen anderer zu akzeptieren und Konflikte nicht mit den Fäusten auszutragen sondern darüber zu reden.“

Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal vom Verein „frauen schule Berlin/Brandenburg e.V.“ ausgelobt. Er wird zu Ehren der 2008 verstorbenen Dr. Helga Moericke vergeben. Dr. Helga Moericke, ehemals Studienrätin und Frauenvertreterin in Reinickendorf, hat im Rahmen ihrer schulischen Praxis und durch Fortbildungen und Supervisionen das Berliner Konzept zum Sozialen Lernen für Mädchen und Jungen an Berliner Schulen maßgeblich entwickelt. Sie hatte die Vision, dass in allen 5. bis 10. Klassen Soziales Lernen mit mindestens einer Wochenstunde pro Klasse im Stundenplan vertreten ist. Im Wettbewerb hat sich gezeigt, dass es in Berlin viele Schulen, insbesondere Grundschulen gibt, die sich schon auf den Weg gemacht haben, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Im Rahmen vielfältiger Angebote zum Sozialen Lernen werden hier Selbstbewusstsein, Ich-Stärke, soziale und personale Kompetenz entwickelt und trainiert. Berlin ist auf dem besten Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft.

So wird in der Jens-Nydahl-Grundschule u.a. in den 3. bis 6. Klassen mit dem Programm „Faustlos“ gearbeitet. Die Kinder trainieren soziale Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Sie lernen dabei, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie zu verstehen. Sie lernen, sich zu entschuldigen und mit der eigenen Wut und dem eigenem Ärger umzugehen.

Rückfragen:
Stephan Schulz
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwtf.berlin.de