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Integrationssenatorin Carola Bluhm: Berliner Eigenbetriebe stellen mehr Migrantinnen und Migranten ein

Pressemitteilung vom 17.12.2009

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Im Jahr 2013 soll in den Berliner Betrieben mit Landesbeteiligung jeder vierte neueingestellte Auszubildende aus einer Einwanderfamilie stammen. Gestern verständigte sich Integrationssenatorin Carola Bluhm mit 30 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern sowie weiteren Vertretern der Öffentlichen Unternehmen über Wege und Schritte, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Bei dem Treffen im Roten Rathaus sicherten die Unternehmen der Senatorin ihre Unterstützung für die Kampagne “Berlin braucht dich!” zu. “Die Vielfalt der Berliner Bevölkerung soll sich in der Belegschaft der Berliner Unternehmen widerspiegeln. Ich freue mich sehr über den großen Erfolg der Kampagne. Das Land Berlin hat eine besondere Verantwortung, jungen Migrantinnen und Migranten berufliche Perspektiven zu bieten. Die Betriebe mit Landesbeteiligung und der Senat ziehen hier an einem Strang”, erklärte die Integrationssenatorin.

Von 2006 bis 2008 ist es der Kampagne “Berlin braucht dich!” bereits gelungen, den Anteil der Migranten unter den neueingestellten Azubis im Öffentlichen Dienst von 8 auf 14 Prozent fast zu verdoppeln. Erreicht wurde dieses durch eine verbesserte Ansprache junger Migrantinnen und Migranten und neue Ansätze in der beruflichen Orientierung mit Betriebserkundungen, Informationsveranstaltungen an Schulen, Schülerpraktika und Patenschaften. “Mit der Kampagne sendet der Senat ein Signal der Anerkennung an junge Migranten und ihre Familien. Diese Anerkennung hat jahrzehntelang gefehlt. Umso erfreulicher, dass nun auch die Betriebe mit Landesbeteilung mitmachen”, so Carola Bluhm.

Mit dem gestrigen Tag sind rund 40 Berliner Landesunternehmen fester Bestandteil der Kampagne. Damit erweitern sich Anzahl und Spektrum der angebotenen Ausbildungsplätze erheblich. Vor einigen Wochen hatten sich bereits die Schulleiter von rund 30 Berliner Oberschulen bereit erklärt, die Kampagne aktiv zu unterstützen. Sie werden nun bei der beruflichen Orientierung und Beratung junger Migrantinnen und Migranten aufs Engste mit den Landesbetrieben zusammenarbeiten. Neben den beruflichen Perspektiven, die sich für junge Migranten eröffnen, profitieren auch die Betriebe ganz unmittelbar von der Kampagne. “Vom Senat, von den Bezirken und auch von der Polizei wissen wir: Was Migrantinnen und Migranten als zusätzliche Erfahrungen in die Belegschaft einbringen, wirkt positiv – sowohl nach innen in die Teams wie nach außen”, erklärt Integrationssenatorin Bluhm.

Anhang: Auf einen Blick: Berlin braucht Dich – Etappen einer Erfolgsgeschichte

2006: die Kampagne “Berlin braucht Dich!” wird gestartet.

2006-2008: 18 Ausbildungsbehörden des Öffentlichen Dienstes werben Schüler/innen mit Migrationshintergrund aus zwölf Schulen für eine Ausbildung in fünf Berufen des Berufsfelds Verwaltung an. Der Anteil von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in der Ausbildung im Öffentlichen Dienst verdoppelt sich fast.

2008: Die Bundesbehörden mit Sitz in Berlin beteiligen sich an der Kampagne.

2009: Die Kampagne wird auf alle Berufe im Öffentlichen Dienst von Land und Bund, auf den Lehrerberuf und auf die Betriebe mit Landesbeteiligung erweitert. Sie umfasst mit etwa 5.000 Ausbildungsplätzen in zurzeit 68 Ausbildungsbetrieben ein Spektrum von 100 Ausbildungsberufen in zwölf Berufsfeldern.

Weitere Informationen zur Kampagne unter [[http://www.berlin-braucht-dich.de|www.berlin-braucht-dich.de]]

Rückfragen:
Anja Wollny
Telefon: 9028 2743
E-Mail: pressestelle@senias.berlin.de