Ehrennadeln für besonderes soziales Engagement in Berlin verliehen

Pressemitteilung vom 07.12.2009

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Heute verlieh die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm gemeinsam mit der Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement Monika Helbig im Wappensaal des Roten Rathauses an zwölf besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner die Berliner Ehrennadel für herausragendes soziales Engagement.

Die Senatorin bedankte sich herzlich für das herausragende Engagement der Geehrten und würdigt deren freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl. “Ohne den Einsatz der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger würde auch in unserer Stadt viel an sozialer Wärme fehlen. Kein Staat könnte – selbst beim besten Willen und bei vollen Kassen – all das verwirklichen, was in unserer Gesellschaft durch Selbsthilfe und soziales Ehrenamt vollbracht wird. Wir haben in Berlin die Bedingungen für das bürgerschaftliche Engagement verbessert. Fast jeder dritte Berliner ist inzwischen dabei. Das ist mehr als eine erfreuliche Statistik. Das ist tägliche Unterstützung von Menschen in unserer Stadt. Ich möchte alle ermuntern, sich auch weiterhin zu engagieren und sich an den neun Frauen und drei Männern, die wir heute ausgezeichnet haben, ein Beispiel zu nehmen. Sie haben in langjähriger ehrenamtlicher Arbeit vieles geleistet und wir haben das heute besonders gewürdigt.”

Die in diesem Jahr Ausgezeichneten sind:

Anni Brummund, 80 Jahre, tätig seit 15 Jahren, vorgeschlagen vom Bezirksamt Pankow, wirkt seit Gründung vor 10 Jahren aktiv im Kuratorium der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg mit, setzt sich insbesondere für die Rechte der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen im Bezirk Pankow ein, bildete mit weiteren Mitgliedern der Seniorenvertretung die AG “Heime”, vermittelt gemeinsam mit ihrer AG den Heimbeiratsmitgliedern in Schulungen die erforderlichen Kenntnisse, organisiert regelmäßig die Treffen der Heimbeiräte.

Elife Caner, 52 Jahre, tätig seit 11 Jahren, vorgeschlagen vom: Kompetenzzentrum Interkulturelle Öfffnung, seit 1998 tätig im Selbsthilfeprojekt Nachbarschaftshaus “Am Lietzensee”, baute den Nachbarschaftstreff mit auf und belebte ihn durch Angebote wie Deutsch-Kurse, Kurse im Gesundheitsbereich, kulturelle Angebote, Stadtteilfeste, kümmert sich in unermüdlichem Einsatz um ihre türkischen Landsleute.

Ingrid Drewes, 85 Jahre, tätig seit 61 Jahren, vorgeschlagen vom Diakonischen Werk, seit 1948 in verschiedenen Bereichen der Gemeinde tätig, derzeit in einem Café für ältere Menschen in der Linden-Kirchengemeinde aktiv.

Werner Falk, 72 Jahre, tätig seit 47 Jahren, vorgeschlagen von der Evangelischen Kirche, seit 1962 tätig in der Organisation Aktion Sühnezeichen, gehörte damals zu den ersten Freiwilligen in der Völkerverständigung mit der Sowjetunion, führt seit 1995 jährlich Studienreisen durch, seit 2003 gilt sein Engagement dem jüdisch-christlichen Dialog und der Verständigung mit dem Staat Israel, organisiert regelmäßig Gedenkgottesdienste.

Isidoro Fernandez-Momparler, 75 Jahre, tätig seit 15 Jahren, vorgeschlagen vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, seit 1994 tätig in einer Sozialkommission, einem Seniorenwohnhaus und einer Seniorenfreizeitstätte, baute ein kleines Altenhilfenetzwerk im Seniorenwohnhaus auf, begleitet Bewohner bei Einkäufen, Arztbesuchen und Veranstaltungen, organisiert Kaffeerunden sowie den Mittagstisch für die Bewohner, seit 2000 im GSW Mieterverein, Schlichter bei Meinungsverschiedenheiten, Mitarbeit im AWO Begegnungszentrum, Organisation von Veranstaltungen, seit 2008 Leitung einer spanischen Seniorengruppe, seit 1996 Mitglied der Seniorenvertretung im Bezirk, als Vertreter einer Migrantengruppe der Sozialkommissionen organisiert er gemeinsame Treffen mit Migrantinnen und Migranten verschiedener Kulturkreise, tätig im Projekt “Kiezdedektive” einer Schule im Bezirk, organisiert jährlich ein Nachbarschaftsprojekt zum Berliner Freiwilligen-Tag, herausgehobene Verdienste in der bezirklichen Seniorenarbeit.

Mechthild Hartung, 77 Jahre, tätig seit 18 Jahren, vorgeschlagen vom Bezirksamt Treptow-Köpenick, ehrenamtliche Vorsteherin der Sozialkommission in Altglienicke, organisiert Treffen mit Senioren und Aussiedlern, sie vermittelt Sprachförderung für Aussiedlerkinder und Englischunterricht für Schüler, engagiert sich mit hoher Empfindsamkeit, Klugheit und Geduld.

Gabriele Herbrechtsmeier, 58 Jahre, tätig seit 34 Jahren, vorgeschlagen von der Stadtmission, tätig in der City-Station, einem Restaurant für wohnungslose und sozial benachteiligte Menschen, teilt Essen aus, arbeitet in der Küche, führt Gespräche mit den Gästen.

Susanne Rehberg, 38 Jahre, tätig seit 10 Jahren, vorgeschlagen von der Volkssolidarität Berlin, tätig in der Sterbebegleitung, leistet Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeit im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz, Mitarbeit bei der Hospizwoche, Engagement bei der Ausbildung von Hospizhelfern, Tätigkeit als Referentin, leistet Öffentlichkeitsarbeit im Land Berlin.

Elisabeth Schmidt, 68 Jahre, tätig seit 36 Jahren, vorgeschlagen vom Ricam Hospiz, 1973 bis 1978 in Kirchengemeinde tätig, seit 1990 beteiligt an Hilfsgütertransporten, seit 1994 tätig in der ökumenischen Gemeinschaft, seit 1997 aktiv beteiligt an der Gründung und Spendenakquise des ersten stationären Hospizes in Berlin, seit 2003 engagiert für das Ricam-Hospiz tätig, ihre Vielseitigkeit, ihre außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und ihr großes Wissen sind tragende Kraft im Hospiz.

Ruth Schröer, 77 Jahre, tätig seit 41 Jahren, vorgeschlagen von der AWO Berlin,
von 1968 bis 1980 ehrenamtliche Arbeit für und mit Frauen sowie dem Aufbau der Hauspflegearbeit im Bezirk Kreuzberg, von 1980 an begleitete sie den Aufbau der Sozialstationen, seit Mitte der 90er Jahre Aufbau und Leitung im Café in der Oranienstraße, wirkt aktiv bei Straßenfesten und Veranstaltungen mit, sie organisiert die Reihe “Kultur im Café” sowie das “Frauenfrühstück im Café”, unterstützt auch die Jugendpflegearbeit in Kinder- und Jugendgruppen bei der Ella-Kay-Stiftung.

Kurt Söldner, 81 Jahre, tätig seit 60 Jahren, vorgeschlagen vom Sozialverband VdK, seit 1972 ehrenamtlicher Richter am Sozial- bzw. Bundessozialgericht, seit 1980 Bundesschatzmeister des BDKK (Bund Deutscher Kriegsbeschädigter, Körperbehinderter und Sozialrentner) Landesverband Berlin e.V., 1984 Wahl zum Landesvorsitzenden des LV Berlin des BDKK, 1990/91 Beratung in Rentensachen, 1991 Mitglied des Beirats der Stiftung Invalidenhaus Berlin, 1992 bis 1996 Berufung in den beratenden Ausschuss für Behinderte und stellvertretendes Mitglied im Beirat der Hauptfürsorgestelle Berlin, seit 1992 in verschiedenen Funktionen im VDK tätig, Vorsitzender des Kreisverbandes Süd, leitet die Fachschaft Hirnverletzte im Sozialverband VdK. 1981 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens, 1987 Verleihung des Verdienstkreuzes, 1997 Goldene Ehrenplakette des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, 1999 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Karin Splittgerber, 70 Jahre, tätig seit 11 Jahren, vorgeschlagen vom Landesseniorenbeirat und der Landesseniorenvertretung, seit 1996 verschiedene Funktionen im Verband “Jahresringe e.V.”, engagiert sich für ein polnisches Projekt “Drittes Lebensalter Gorzow-Berlin”, Mitglied im Landesseniorenbeirat, erhielt 1989 die Pestalozzimedaille in Gold und 2003 die Ehrenmedaille für besondere Verdienste der Stadt Gorzow/Polen.

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