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Entschädigung für Opfer von Gewalttaten - Informations-Flyer aktualisiert

Pressemitteilung vom 17.11.2009

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin teilt mit:

Die Informationsbroschüre zum Opferentschädigungsgesetz (OEG) des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin liegt nun in 7 Sprachen aktualisiert vor.

Nicht immer ist der Staat in der Lage, seine Bürger vor Gewalttaten zu schützen. Mit dem Opferentschädigungsgesetz, das bereits 1976 in Kraft trat, ist jedoch rechtlich sicher gestellt, dass die von einer Gewalttat Betroffenen den Folgen der Gewalttat nicht hilflos ausgesetzt sind. Das heißt, unschuldige Opfer von Gewalttaten, deren Lebensumstände infolge einer gesundheitlichen Schädigung erheblich beeinträchtigt oder deren bisherige Lebensqualität im Extremfall sogar zerstört wurden, haben ein Anrecht auf Entschädigung für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen dieser Straftaten.

Zu den Anspruchsberechtigten gehören Personen, die infolge von vorsätzlichen, rechtswidrigen Gewalttaten, wie Körperverletzung, Raub, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, aber auch Brandstiftung, Giftanschlägen oder Sprengstoffattentaten gesundheitliche Schädigungen erlitten haben.

Im Land Berlin ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales – Versorgungsamt – für die Durchführung des Opferentschädigungsgesetzes zuständig, und zwar für die Opfer von Straftaten, die im Land Berlin begangen wurden. Neu ist, dass seit dem 1. Juli 2009 auch Personen, die im Ausland Opfer einer Gewalttat wurden, einen besonders geregelten Versorgungsanspruch haben. In diesen Fällen ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales für Betroffene mit Wohnsitz in Berlin zuständig.

Im laufenden Jahr 2009 hatten bis zum 30.09.2009 1.026 Bürger Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz beantragt. 1.446 Betroffenen erhalten z.Zt. monatlich laufende Versorgungsbezüge nach diesem Gesetz.

Wer sich genauer über die Ansprüche informieren möchte, kann sich dazu den neuen Informationsflyer des Landesamtes für Gesundheit und Soziales zum Opferentschädigungs-Gesetz im Internet unter [[http://www.berlin.de/lageso/|www.lageso.berlin.de]] herunterladen. Unter der Telefonnummer 90229 6040 kann dieser Flyer auch direkt angefordert bzw. eine persönliche Beratung für Betroffene vereinbart werden.

Rückfragen:
Silvia Kostner
Telefon: 90220 1014
E-Mail: silvia.kostner@lageso.berlin.de