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Forschungsbericht „Was tun gegen rechte Gewalt?“ erschienen

Pressemitteilung vom 03.12.2009

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit:

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hatte im Jahr 2008 die zweite wissenschaftliche Untersuchung zum Thema Rechtsextremismus in Auftrag gegeben. Diese wurde von der Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin durchgeführt.

Erwartet wurden Bewertungen und Empfehlungen

• zu einer – bislang eher vernachlässigten – spezifischen Gewaltprävention mit Blick auf die rechtsorientierten, gewaltbereiten männlichen Jugendlichen,

• zu Arbeitsansätzen, die dauerhaft im Rahmen der Jugendhilfe, des Jugendkriminalverfahrens und der Polizeiarbeit existieren.

Das Ergebnis der Untersuchung liegt nun vor. Eine wichtige Erkenntnis war, dass das Gros von 80 bis 85 % der in der statistischen Kategorie „rechte Gewalt“ zusammengefassten Straftaten nicht eindeutig politisch motiviert war, sondern auf die Verbindung einer generellen Gewaltbereitschaft mit gruppenbezogenen Vorurteilen zurückgeht. Hat man es mit jugendkulturellen Gruppen zu tun, dann sind Angebote der aufsuchenden Jugendsozialarbeit, der offenen und hinausreichenden Sozialarbeit sinnvoll, mit denen es gelingt, Gruppen mit erhöhtem Gewaltrisiko zu erreichen. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind häufig im Stande, zivilisierend und gewaltreduzierend auf ihre Klientel einzuwirken. Für öffentlich agierende Angehörige aus stärker ideologisch motivierten Gruppen steht mit der Einsatzgruppe für politisch motivierte Straßenkriminalität der Berliner Polizei ein wirksames Mittel zur Verfügung.

Der Forschungsbericht „Was tun gegen rechte Gewalt“ kann bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Klosterstraße 47, 10179 Berlin, Tel. 9027-2916/2913 oder [[mailto: Ute.Vialet@seninnsport.berlin.de|Ute Vialet]] bestellt werden. Er kann auch über die Internetseiten der Landeskommission Berlin gegen Gewalt unter [[http://www.berlin.de/lb/lkbgg/bfg/2009/nummer_39.html|www.berlin-gegen-gewalt.de]] aufgerufen werden.

Rückfragen:
Nicola Rothermel
Telefon: (030) 9027-2730
E-Mail: pressestelle@seninnsport.berlin.de