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200 neue Lehrer zum 1. Februar 2010 / Neue Wege bei den unbefristeten Verträgen / 300 Referendariatsplätze mehr

Pressemitteilung vom 15.12.2009

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Zum 1. Februar 2010 will die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung 200 Lehrkräfte unbefristet neu einstellen.

Das dafür zugrunde liegende Ergebnis der Lehrkräfte-Bedarfsfeststellung 2009 mit Stichtag 01.11.2009 weist für Berlin einen Versorgungsgrad an Lehrerinnen und Lehrern von 99,4 % aus; rechnerisch fehlen zum 01.11.2009 120 Lehrkräfte.rechnerisch fehlen zum 1.11.2009 120 Lehrkräfte. Um vorübergehende Engpässe zu beheben, können Schulen eigenständig im Rahmen der Personalkostenbudgetierung Vertretungslehrkräfte einstellen. Mit den zum 1.2.2010 neu einzustellenden 200 Lehrkräften erhalten alle Regionen wieder eine Grundausstattung von über 100 %.
Über die einzelnen Schulen weicht die Versorgung zum Teil deutlich vom berlinweiten Durchschnittswert ab. Für die einzelnen Bezirke, die zentral verwalteten und die beruflichen Schulen ergibt sich folgendes Bild:

Berlinübersicht Lehrkräftebedarfsfeststellung (LBF) zum auf 1.11.2009/
Versorgungsgrad an Lehrkräften

Region Bilanz in %

Allgemein bildende Schulen
Mitte 97,3
Friedrichshain-Kreuzberg 99,1
Pankow 100,1
Charlottenburg-Wilmersdorf 97,4
Spandau 99,2
Steglitz-Zehlendorf 99,7
Tempelhof-Schöneberg 98,9
Neukölln 99,6
Treptow-Köpenick 98,1
Marzahn-Hellersdorf 101,6
Lichtenberg 98,7
Reinickendorf 100,5

Zentralverwaltete Schulen 100,1

Berufliche Schulen 101

Berlin insgesamt 99,4 (106 % )

Die 200 Neueinstellungen sollen insbesondere in Mangelfächern erfolgen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern stellt Berlin auch zum Schulhalbjahr ein.

Neue Wege bei den unbefristeten Verträgen

Im gegenwärtig laufenden Prüfungsdurchgang (1.10.2009 bis 31.1.2010) werden ca. 400 Lehramtsanwärterinnen/Lehramtsanwärter und Referendarinnen/Referendare ihre Ausbildung mit dem 2. Staatsexamen abschließen. Um möglichst vielen dieser künftigen Referendaren neuen Lehrerinnen und Lehrern einen Start mit einem unbefristeten Vertrag zu ermöglichen und gleichzeitig den jetzt mit einem Fristvertrag beschäftigten Lehrkräften eine dauerhafte Perspektive zu geben, geht Berlin neue Wege.

So wird derzeit erwogen, den rund 270 Lehrkräften, die bis zum Ende des Schuljahres 2009/2010 bereits befristete Verträge haben und ihre zweites Staatsexamen mindestens mit der Note „Eins“, „Zwei“ oder „Drei“ abgeschlossen hatten, mit dem kommenden Schuljahr unbefristete Arbeitsverträge im Anschluss an ihren jetzigen Arbeitsvertrag anzubieten.
Wer dieses Angebot annehmen möchte, wird vornotiert und hat damit auch erhält die Zusage, während des noch laufenden Schuljahres an seiner bisherigen Einsatzschule zu verbleiben.

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: „Mit diesem Angebot können zwei Dinge gelingen: Zum einen muss es nicht mehr zu einer Konkurrenz um die unbefristeten ‚Februar-Verträge’ zwischen den jungen Kollegen mit befristeten Verträgen und den 400 Referendaren, die einen Arbeitsplatz suchen, geben. Mit den Einstellungen schon zum 1.2.2010 sollen so für die Berliner Schulen junge, sehr gut ausgebildete Lehrkräfte, insbesondere in Mangelfächern, für Berlin dauerhaft gewonnen werden.
Zum anderen können wollen wir die jungen Lehrkräfte, die bereits erfolgreich in der Schule wirken, jedoch nur mit Fristverträgen ausgestattet werden konnten, bei Vorliegen der stellenwirtschaftlichen Voraussetzungen ab dem kommenden Schuljahr auf Dauer in Berlin halten.“

300 Referendariatsplätze mehr

Neben diesem verbesserten Verfahren, das erreichen soll, dass mit dem möglichst viele junge, fertig ausgebildete Lehrkräfte unbefristete Stellen in Berlin einnehmen können, stellt Berlin sich für das Jahr 2010 an weiteren Stellen die die Weichen für die Offensive für den Lehrerberuf.
So werden 300 zusätzliche Referendariatsplätze und 150 zusätzliche Studienplätze für Lehramtsstudenten/innen geschaffen, um mehr – und um die besten – Lehrkräfte für Berlin zu gewinnen und an Berlin zu binden. Ab 2010 stehen 2.200 Plätze im Vorbreitungsdienst zur Verfügung, so dass Wartelisten umgehend abgebaut werden.
Diese neuen Referendariatsplätze werden über alle Schularten verteilt. Sie entsprechen 80 Lehrerstellen (VZE), die nicht als Ersatz, sondern zusätzlich zu den 200 unbefristeten Stellen ab Februar geschaffen werden konnten. Sie tragen dazu bei, dass die Wirkung des Umstandes, dass noch weitere Lehrer im Schuljahr ausscheiden werden, im noch laufenden Schuljahr abgemildert werden kann.
Senator Zöllner: „Diese Referendare sind eine wertvolle Unterstützung für alle Schulen. Sie sind keine Lückenbüßer und setzen auch keine Kollegen frei, die zwischen den Schularten umgesetzt werden sollen. Gut ausgebildete Referendare sind ein Stück Zukunft für die Schulen unserer Stadt.“

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