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Senator zieht positive Bilanz nach Gesprächen mit Hochschulpräsidenten und Studierenden

Pressemitteilung vom 03.12.2009

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Berlins Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner zieht eine positive Bilanz mehrerer Gespräche, zu denen er in der letzten Woche die Hochschulpräsidenten und am Mittwoch Studierendenvertreter eingeladen hatte. „Unser Ziel ist, die Hochschulen in Berlin weiter zu stärken und die Lehrqualität zu verbessern,“ so der Senator.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die Anstrengungen des Landes zur Verbesserung der sozialen Situation der Studierenden, etwa durch den Verzicht auf Studiengebühren und die Weiterentwicklung des BAföG, grundsätzlich auf breite Zustimmung treffen. Übereinstimmungen gab es auch bei dem von der Senatsverwaltung verfolgten Ziel, der Lehre einen höheren Stellenwert zu geben und den Ausbau von ausfinanzierten Studienplätzen weiter voran zu treiben.

Schon jetzt werden in Berlin in Relation zur Einwohnerzahl die meisten Studierenden ausgebildet. Bei den Grundmitteln pro Studierenden und dem Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt belegt das Land Spitzenplätze. Der Senat hat mit dem Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft“ im Jahr 2007 die Rahmenbedingungen für spürbare Verbesserungen in den nächsten Jahren geschaffen: „Durch den Masterplan und den Hochschulverträgen können die Berliner Hochschulen deutliche Mittelzuwächse verzeichnen, im Schnitt 3,5 Prozent jährlich. Wir schaffen noch einmal 6000 zusätzliche Studienanfänger-Plätze und stärken die Lehrqualität durch ein finanziell gut ausgestattetes Tutorienprogramm“, so Senator Zöllner.

Zu den aktuellen Diskussion über die Bologna-Reform erklärte der Senator, dass er die Einführung des Bachelor- und Master-Systems für richtig hält: „Den Studierenden ermöglicht die neue Struktur einen schnelleren ersten Abschluss des Studiums, anschließend können sich die jungen Menschen mit einem Master auf ein Themengebiet spezialisieren. Dieser Grundgedanke der Bologna-Reform ist sehr gut.“ Gleichwohl nehme er die Kritik von Studierenden ernst. Senator Zöllner: „Es hilft niemanden, wenn die Verantwortung zwischen Hochschulen, Bund und Land hin und her geschoben wird. Es hilft auch nicht, wenn wir mit Schnellschüssen versuchen, die Reform nachzubessern. Was wir brauchen, ist eine Analyse möglicher problematischer Einzelfälle.“ Damit konkretisiert der Senator die bereits in den Hochschulverträgen vereinbarte Regelung mit den Hochschulen, wonach alle mit dem Bolognaprozess verbundenen Reformen evaluiert und weiterentwickelt werden sollen.

Außerdem haben Hochschulleitungen und Senatsverwaltung die Einsetzung einer Arbeitsgruppe verabredet. Sie wird im Januar mit ihrer Tätigkeit beginnen. Dort werden eventuelle Schwierigkeiten, praktische Probleme bzw. Lösungsmodelle zum Übergang von Bachelor zum Master ebenso wie die sich entwickelnde Nachfragesituation erörtert.

Bis zum Ende des Sommersemesters soll der mögliche Optimierungsbedarf der Studien- und Prüfungsordnungen hinsichtlich der Prüfungsdichte, individueller Schwerpunktsetzungen, überregionaler Mobilität und des zeitlichen Arbeitsaufwandes der Studierenden für die einzelnen Module des Studiums („workload“) geprüft und in den Senaten behandelt werden.

Senator Zöllner bittet außerdem die Hochschulleitungen um einen gemeinsamen Vorschlag, um für die Studierenden eine weitest gehende Mobilität innerhalb der Berliner Hochschulen zu erreichen.

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