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Land Berlin hat Frauenanteil im öffentlichen Dienst deutlich gesteigert

Pressemitteilung vom 17.11.2009

Aus der Sitzung des Senats am 17. November 2009:

Das Land Berlin hat durch das Landesgleichstellungsgesetz seit dessen Inkrafttreten 1991 bis 2008 den Frauenanteil im öffentlichen Dienst kontinuierlich gesteigert. Frauen stellen 52,3 % des Personals im höheren Dienst der Haupt- und Bezirksverwaltungen. Auf 43,3 % hat der Senat die Frauenquote in den Aufsichts- und Verwaltungsgremien der öffentlichen Anstalten erhöht, deren Mandate vom Land Berlin besetzt werden. Mit einem Frauenanteil von 24,8 % bei den Professuren hat Berlin seine Spitzenposition im Ländervergleich weiter ausgebaut.

Dies geht hervor aus dem Neunten Bericht über die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) für den Zeitraum vom 1. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2008, den der Senat auf Vorlage von Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, verabschiedet hat. Der Bericht informiert über Struktur und Entwicklung der Frauenbeschäftigung im öffentlichen Dienst sowie über den Frauenanteil in den Gremien des Berliner Landesdienstes.

Der Senat will auch auf den Leitungsebenen die Gleichstellung von Frauen weiter vorantreiben. Besetzungsverfahren und gesetzliche Grundlagen werden konkretisiert. Trotz der deutlichen Steigerung des Frauenanteils im öffentlichen Dienst gilt nach wie vor: je höher die Laufbahnstufe, desto geringer der Frauenanteil. Im Bereich der obersten Landesbehörden waren zum Stichtag des Berichts (30. Juni 2008) nur 14,5 % der Abteilungsleitungen mit Frauen besetzt. Hinzu kommt eine anhaltende Unterrepräsentanz in den Vorstands- und Geschäftsführungspositionen der landeseigenen Unternehmen und Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung des Landes.

Das LGG verpflichtet alle Berliner Behörden, sich mit konkreten Maßnahmen aktiv für die berufliche Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen. Zu seinen Instrumenten gehören insbesondere die Quotenregelung, das Amt der Frauenvertreterin bzw. Frauenbeauftragten und die Forderung, Frauenförderpläne aufzustellen. Auf der Grundlage des Gesetzes sind zudem in zahlreichen Behörden, Hochschulen und öffentlichen Anstalten vielfältige Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter entwickelt worden.

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Telefon: 9013-7418
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