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Berliner Nahverkehr wird auf hohem Niveau weiterentwickelt

Pressemitteilung vom 10.11.2009

Aus der Sitzung des Senats am 10. November 2009:

Berlin entwickelt sein öffentliches Nahverkehrsnetz kontinuierlich weiter. Dazu wird der Nahverkehrsplan in Mehrjahresabständen durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aktualisiert. Der aktuell gültige Nahverkehrsplan läuft Ende 2009 aus.

Die Fortschreibung des Plans bis zum Jahr 2014 hat bereits begonnen.
In seiner heutigen Sitzung hat der Senat dazu auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer die Eckpunkte zum Nahverkehrsplan 2010-2014 beschlossen. Sie werden nun dem Abgeordnetenhaus vorgelegt.

Senatorin Junge-Reyer: „Im Nahverkehrsplan legen wir fest, wie sich der Berliner Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mittelfristig entwickeln soll. Unser zentrales Ziel ist es dabei, allen Berlinerinnen und Berlinern gleichwertige Mobilitätschancen zu gewähren. Denn nur wenn alle Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt gleichberechtigten Zugang zu Bussen und Bahnen haben und dadurch mobil sind, kommen wir unserem Auftrag zu einer sozialen Stadtentwicklung nach. Ein attraktiver ÖPNV bringt zugleich erhebliche Entlastungen für die Umwelt mit sich, da viele ihre Autos stehen lassen und auf Busse, Trams und Bahnen umsteigen.“

Zur Fortschreibung des Plans bis zum Jahr 2014 wurden zunächst die Entwicklungen des Berliner ÖPNV der letzten Jahre analysiert und bewertet. Die Ergebnisse sind im Monitoringbericht zum Nahverkehrsplan 2006-2009 zusammengefasst, der dem Senat ebenfalls vorlag. Auf dieser Basis wurden sodann die Eckpunkte für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans 2010-2014 erarbeitet, die den Rahmen für den Fortschreibungsprozess vorgeben.

Bewährte Vorgaben des alten Nahverkehrsplans sollen beibehalten werden. Dies betrifft etwa die hohen Erschließungsstandards, also die maximal zulässige Entfernung von der Wohnungstür bis zur nächsten Haltestelle. Der Nahverkehrsplan 2006-2009 schreibt eine maximale Entfernung von – je nach Nutzungsdichte – 400 bzw. 500 m Luftlinie vor. Dieser Wert wird für 96,3 % der Berlinerinnen und Berliner eingehalten. 87 % der Bevölkerung finden die nächste Haltestelle sogar in weniger als 300 bzw. 400 m Entfernung.

Anpassungsbedarf ergibt sich vor allem aufgrund veränderter Rahmenbedingungen. Dazu gehören der demografische Wandel, aber auch die städtebauliche Entwicklung und Veränderungen im Verhalten der Fahrgäste, wie sie aufgrund veränderter Arbeits- und Ladenöffnungszeiten auftreten. Daraus ergeben sich Prüfaufträge des Senats, die im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans abgearbeitet werden müssen. So zum Beispiel zu der Frage, ob es auf den Berliner Bahnhöfen ausreichend Fahrstühle und Rolltreppen gibt, um den Bedürfnissen der steigenden Zahl älterer Menschen gerecht zu werden. Ferner wird vorgeschlagen zu prüfen, ob die Taktdichte in den frühen Abendstunden geändert werden muss, um dem veränderten Einkaufsverkehr Rechnung zu tragen.
In die Erarbeitung der Fortschreibung des Nahverkehrsplans sind – ebenso wie bereits bei den Eckpunkten – alle Akteure des Berliner Nahverkehrs eingebunden worden. Dazu gehören neben den Verkehrsunternehmen, den zuständigen Senatsverwaltungen und den Bezirken auch die Fahrgastverbände und andere Interessensvertreter.

Weitere Informationen zu den Eckpunkten und zur Fortschreibung des Berliner Nahverkehrsplans 2010-2014 stehen auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie des Centers Nahverkehr Berlin zur Verfügung.

à [[http://www.stadtentwicklung.berlin.de|www.stadtentwicklung.berlin.de]]

à [[http://www.cnb-online.de|www.cnb-online.de]]

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: pressestelle @senstadt.berlin.de