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Stabilisierung und Verbesserung des Sozialgefüges der Großsiedlungen im Sozialen Wohnungsbau werden fortgeführt

Pressemitteilung vom 10.11.2009

Aus der Sitzung des Senats am 10. November 2009:

Das bisher bis zum 31. Dezember 2009 befristete „Maßnahmenprogramm zur Sicherung und Verbesserung des Sozialgefüges im Bestand der 34 Großsiedlungen des Sozialen Wohnungsbaus“ wird bis zum 31. Dezember 2011 weitergeführt.

Hierzu wird in den 19 Großsiedlungen der Kategorie I (problematische Gebiete) und II (Prophylaxegebiete) sowie in zwei der Kategorie III (Gebiete mit ausgewogener Struktur) zugeordneten Großsiedlungen des Maßnahmenprogramms bei der Vermietung von Sozialwohnungen auf die Vorlage eines Wohnberechtigungsscheines verzichtet. Berlin verzichtet außerdem für die Laufzeit der Maßnahme auf sein Besetzungsrecht.

Bereits seit 1999 werden wohnungspolitische Instrumente wie das Quartiersmanagement oder das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost eingesetzt, um das Sozialgefüge der Großsiedlungen zu sichern bzw. zu verbessern. Parallel zum Maßnahmenprogramm werden seit 2005 in 15 Großsiedlungsgebieten ergänzende integrierte Quartiersverfahren der Sozialen Stadt durchgeführt. Die Bündelung dieser ergänzenden Strategieansätze ermöglicht zusätzlich baulich-investive und sozialintegrative Maßnahmen zur nachhaltigen Stabilisierung in diesen Gebieten.

Auch wenn sich während der bisherigen Laufzeit des Programms einzelne Großsiedlungen positiv entwickelt haben, ist dennoch eine weitere Unterstützung notwendig. Um eine gute soziale Durchmischung in den Großsiedlungen zu erhalten, können auch zukünftig Wohnungssuchende ohne Wohnberechtigungsschein in diese Wohnungen einziehen.

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung dazu eine Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer zur Kenntnis genommen. Sie wird jetzt dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme zugeleitet.

Betroffen von den weiteren Stützungsmaßnahmen sollen ab 1. Januar 2010 rund 39.100 Sozialwohnungen in den folgenden Großsiedlungen (Zahl der Sozialwohnungen in Klammer):

• Bezirk Tempelhof-Schöneberg
- Wohnen am Kleistpark / „Sozialpalast“ bzw. „Pallasseum“ (514)
- Bülowstraße (2.254)
- Terrassen Schöneberg (563)
• Bezirk Mitte
- Heinrich-Zille-Siedlung (1.236)
- Wollankstraße (1.029)
- Brunnenstraße (4.300)
- Ackerstraße (1.754)
• Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
- Wassertorplatz (2.718)
- Mariannenplatz (1.034)
- Neues Kreuzberger Zentrum (295)
- Mehringplatz (1.343)
- Werner-Düttmann-Platz (741)
• Bezirk Neukölln
- Dammweg-Siedlung (1.678)
- Rollbergsiedlung (1.955)
- Sonnenallee (2.157)
- Rungiusstraße (598)
• Bezirk Spandau
- Herrstraße (6.327)
- Falkenhagener Feld (3.145)
• Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
- Paul-Hertz-Siedlung (841)
• Bezirk Reinickendorf
- Auguste-Viktoria-Allee (990)
- Märkisches Viertel (3.639)

Um transparent zu machen, für welche Wohnungen die Regelung gilt, werden die entsprechenden jeweiligen Wohnhäuser mit Straßennamen und Hausnummer voraussichtlich Ende Dezember im Amtsblatt veröffentlicht.

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Rückfragen:
Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Telefon: 9012-5800
E-Mail: pressestelle @senstadt.berlin.de