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Bericht über IBB als Förder- und Strukturbank für den Berliner Mittelstand

Pressemitteilung vom 03.11.2009

Aus der Sitzung des Senats am 3. November 2009:

Die Investitionsbank Berlin (IBB) hat ihr Profil als Förder- und Strukturbank geschärft. Ein vom Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, vorgelegter Bericht an das Abgeordnetenhaus stellt die dafür vorgenommenen Maßnahmen des Landes Berlin bzw. der IBB dar.

Die IBB wurde im Jahr 2004 aus der Landesbank Berlin – Girozentrale (LBB) herausgelöst und rechtlich verselbstständigt mit dem Ziel, ein eindeutiges Profil als Finanzierungspartnerin der Berliner Wirtschaft zu entwickeln und dem Land als Förder- und Strukturbank zur Verfügung zu stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältige Maßnahmen eingeleitet worden, die in der Zwischenzeit erfolgreich umgesetzt sind. Hierzu zählen insbesondere:

• Schwerpunktverschiebungen in der Förderpolitik
Im Förderportfolio der IBB ist eine deutliche Schwerpunktverlagerung von der Immobilien- auf die Wirtschaftsförderung und hier von der Zuschussförderung auf revolvierende, überwiegend kreditbasierte Förderinstrumente erfolgt. Dies wurde insbesondere durch neue Produktentwicklungen (u. a. Berlin Start, Berlin Kredit, KMU-Fonds – inklusive Mikrokredite sowie zwei neue VC Fonds für Technologie und für die Kreativwirtschaft) erreicht.

Mit Hilfe dieser neuen Instrumente und einer verbesserten Vertriebskooperation mit den Hausbanken konnte das Bewilligungsvolumen der IBB im Bereich Wirtschaftsförderung (ohne Beteiligungsgesellschaft) von 91,4 Mio. € im Jahr 2004 (davon: 87 % Zuschüsse) auf 436,7 Mio. € im Jahr 2008 (davon: 26 % Zuschüsse) auf den fast fünffachen Wert gesteigert werden.

• Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung
Durch ein breites Maßnahmenbündel an Umstrukturierungen, Qualifizierungen und gezielten Neueinstellungen ist es in dieser Zeit gelungen, eine schnelle und effiziente Programmdurchführung bei gleichzeitigen erheblichen Kosteneinsparungen zu erreichen. So sank z. B. der Personalaufwand der IBB von 55,8 Mio. € im Jahr 2004 auf 46,8 Mio. € im Jahr 2008.

• Unterstützung von förderpolitischen Maßnahmen des Landes
Durch den kontinuierlichen Aufbau des Eigenkapitals seit der Ausgründung der IBB ist die Bank aus sich heraus leistungsfähig. Das Jahresergebnis 2008 lag um rund ein Drittel über den Planwerten. Diese wirtschaftliche Tragfähigkeit ermöglicht der Bank, jährlich Maßnahmen in Höhe von ca. 50 Mio. € für das Land als „Förderleistung“ zu übernehmen. Hierbei handelt es sich um Aufgaben im Auftrag des Landes aus den Bereichen Wirtschafts- und Immobilienförderung, die betriebswirtschaftlich nicht kostendeckend, aus förderpolitischer Sicht aber erwünscht sind. Da die IBB nach ihrer Umstrukturierung nach betriebswirtschaftlichen Kriterien arbeiten soll, ist es für diese Aktivitäten erforderlich, dass die dafür aufgewendeten Beträge von der IBB gesondert ausgewiesen werden. Über die Umsetzung der Förderleistung wird dem Abgeordnetenhaus jährlich berichtet.

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Rückfragen:
Sprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Telefon: 9013-7418
E-Mail: pressestelle@senwtf.berlin.de