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Einladung an die Presse: "Dann ist eben alles passiert" - 4. Theaterproduktion von aufBruch in der Jugendstrafanstalt in Kooperation mit der Musikschule Fanny Hensel Berlin-Mitte

Pressemitteilung vom 24.11.2009

Die Senatsverwaltung für Justiz teilt mit:

Mit zehn jugendlichen Spielern von „drinnen“ und sechs Musikschülern von „draußen“ untersucht aufBruch in dieser Produktion die Motive eines Ereignisses, das vierzig Jahre zurückliegt: Im Sommer 1969 erschütterte ein schweres Verbrechen die amerikanische Gesellschaft. In der Nacht des 9. August ermordeten Mitglieder der Manson Family auf grausame Art vier Menschen, darunter die prominente Schauspielerin Sharon Tate.

Jahre später interviewt der Schriftsteller Truman Capote ein Mitglied der Manson Family im Gefängnis und verarbeitet den brisanten Inhalt des Gesprächs in seiner Erzählung „Und dann ist eben alles passiert“. Wider Erwarten verspürt der Inhaftierte weder Mitleid mit den Opfern noch Reue. Vielmehr hat er es sich bequem gemacht in einer Position, von der aus alles, was geschehe, gut sei, sonst würde es nicht passieren. Diese Haltung lässt sich oftmals auch unter jugendlichen Straftätern hier in Berlin finden, die ihre kriminellen Taten gleichermaßen als zufälliges Hineingeraten empfinden.

Eingebettet in musikalische Elemente der Siebziger und ihre Hier-und-Jetzt-Mentalität nutzt aufBruch in dieser Musiktheaterproduktion die literarische Vorlage Truman Capotes, um Parallelen zu den Lebenswelten heutiger Jugendlicher aufzuzeigen und dabei der zentralen Frage nachzugehen: Steckt hinter einem Kapitalverbrechen wie Mord kaltblütiges Kalkül, oder steht die kriminelle Tat tatsächlich nur am Ende einer langen, scheinbar zufälligen Reihe von Demütigungen und Chancenlosigkeit, so dass „dann eben alles passiert“?

Vor der Premiere lädt aufBruch Sie zum

Pressegespräch am Dienstag, 1. Dezember 2009, um 16.30 Uhr

in den Kultursaal der Jugendstrafanstalt Berlin ein.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

Marius Fiedler (Leiter der Jugendstrafanstalt Berlin),
Kai Abraham (Gruppenleiter des Drogenfachbereichs der JSA Berlin),
Udo Krzyzynski (Leiter der Musikschule Fanny Hensel, Berlin-Mitte),
Peter Atanassow (Regisseur und künstlerischer Leiter aufBruch),
Frank Schneider (musikalischer Leiter der Produktion)

Im Anschluss um 17.30 Uhr besteht die Möglichkeit zum Besuch der Generalprobe.

Der Einlass erfolgt in der Zeit von 16:00 Uhr bis 16:15 Uhr über die Besucherpforte der JSA Berlin.

Die Premiere findet statt am

Mittwoch, 2. Dezember 2009, um 17.30 Uhr
im Kultursaal der Jugendstrafanstalt Berlin,
Friedrich-Olbricht-Damm 40, 13627 Berlin-Plötzensee
(letzter Einlass 17.15 Uhr an der Pforte 3).

Weitere Vorstellungen:
4., 9. und 11. 12. 2009, jeweils 17.30 Uhr. (Letzter Einlass immer 17.15 Uhr an der Pforte 3)

Kartenvorverkauf:
Kasse der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Tel.: 030/240 65 777
Öffnungszeiten: täglich 12-18 Uhr
Kartenpreise: 13 € / 8 € ermäßigt.

Hinweis (nicht für Medienvertreter):
Aufgrund des ungewöhnlichen Spielortes JSA Berlin sind Karten nur im Vorverkauf mit persönlicher Anmeldung erhältlich, spätestens 5 Tage vor der Vorstellung. Hierbei müssen Namen, Meldeadresse und Geburtsdatum jedes Besuchers angegeben werden. Die Karten sind nicht übertragbar. Möchten Sie eine Karte für eine andere Person kaufen, müssen Sie deren Personalien angeben.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, sich bis Montag, den 30. November 2009 unter [[mailto:pressestelle@senjust.berlin.de|pressestelle@senjust.berlin.de]] oder 030/9013-3622 anzumelden. Der Einlass erfolgt über den Besuchereingang. Zum Betreten der Anstalt sind gültige Personalpapiere erforderlich. Mobiltelefone müssen an der Pforte abgegeben werden.

Fotos von Inhaftierten zur Generalprobe und zur Premiere sind nicht gestattet. aufBruch sendet Ihnen gern unter [[mailto:presse@gefaengnistheater.de|presse@gefaengnistheater.de]] digitales Bildmaterial und weitere Informationen zu. Filmaufnahmen, während der Generalprobe, sind nur unter der Maßgabe erlaubt, dass Inhaftierte nicht erkennbar gezeigt werden.

Weitere Informationen unter: [[http://www.gefaengnistheater.de|www.gefaengnistheater.de]]

Rückfragen:
Bernhard Schodrowski
Telefon: 030/9013-3633
E-Mail: pressestelle@senjust.berlin.de