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Diskussionspapier zur demografischen Entwicklung und deren Auswirkungen veröffentlicht

Pressemitteilung vom 17.12.2009

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Senatsverwaltung hat im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung ein Diskussionspapier zur demografischen Entwicklung und ihren Auswirkungen auf Morbidität, Mortalität, Pflegebedürftigkeit und Lebenserwartung vorgelegt.

Die demografische Entwicklung der Berliner Bevölkerung stellt sowohl das Gesundheitssystem als auch die sozialen Sicherungssysteme vor neue Herausforderungen. Der Anteil jüngerer Menschen an der Berliner Bevölkerung wird weiter sinken und die Lebenserwartung insgesamt weiter steigen. Zukünftig wird es laut Prognose insbesondere mehr Langlebige (95-Jährige und Ältere) und Hochbetagte (80- bis unter 95-Jährige) geben. 1990 hatten die Frauen in Berlin noch eine Lebenserwartung von ca. 77 Jahren, bei den Männern lag sie bei ca. 71 Jahren. Im Jahr 2007 hatten Frauen bereits eine Lebenserwartung von 82 und Männer von 77 Jahren.

Es gibt aber nach wie vor Unterschiede in der Lebenserwartung, die sich vor allem aus der unterschiedlichen sozialen Lage ergeben. Dieser Zusammenhang ist seit Jahren durch die Untersuchungen zur Sozialstruktur bekannt und wurde hier berücksichtigt. So beträgt die geschätzte Lebenserwartung in Gebieten mit ungünstiger Sozialstruktur bei den Männern knapp 74 Jahre und bei den Frauen etwa 80 Jahre gegenüber der Lebenserwartung in Räumen mit günstiger Sozialstruktur von über 78 Jahren bei Männern und 83 Jahren bei Frauen.

Die Gesamtentwicklung macht deutlich: die Zahl der Alterserkrankungen (z. B. Krebs, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) wird steigen und somit auch die Zahl pflegebedürftiger Menschen. Zudem wird es immer mehr Menschen geben, die Hilfe zur Pflege (Sozialhilfe) in Anspruch nehmen müssen. So muss für das Jahr 2030 nahezu mit einer Verdopplung von pflegebedürftigen älteren Menschen (von etwa 87.000 im Jahre 2007 auf etwa 165.000 im Jahre 2030) sowie von älteren Menschen mit Sozialhilfe (von etwa 22.000 im Jahr 2007 auf etwa 38.000 im Jahr 2030) gerechnet werden.

Das Diskussionspapier ist im Internet unter:
[[http://www.berlin.de/sen/statistik/gessoz/veroeffentlichungen/diskussionspapiere.html|http://www.berlin.de/sen/statistik/gessoz/veroeffentlichungen/diskussionspapiere.html]]
abrufbar.

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Dr. Marie-Luise Dittmar
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