Jetzt um Nachrüstung kümmern

Pressemitteilung vom 07.12.2009

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit:

Wer noch eine gelbe Plakette an seinem Fahrzeug hat, sollte sich schnell um eine Nachrüstung mit einem Partikelfilter kümmern. Denn die meisten dieser Fahrzeuge sind nachrüstbar und können so die grüne Plakette erhalten, die ab 1.1.2010 in der Umweltzone vorgeschrieben ist. Pkw-Besitzer sollten sich nicht nur wegen drohender Bußgelder ab 2010 beeilen, auch die bundesweite Förderung von
330 € für die Pkw-Nachrüstung gibt es nur noch bei einem Einbau des Filters bis zum 31.12.2009. Wer bis Jahresende nicht nachgerüstet hat, muss die Nachrüstung allein bezahlen.

Größere Lkw über 3,5 t können häufig sogar mit einem Filter von der roten auf die grüne Plakette nachgerüstet werden. Auch in diesen Fällen sollten sich die Fahrzeughalter schnell in einer Werkstatt beraten lassen.

Erste Informationen über die Nachrüstung des eigenen Fahrzeuges mit Filtersystemen, die vom Kraftfahrtbundesamt für die Nachrüstung zugelassen wurden, liefert die Datenbank des TÜV und der Dekra unter: [[http://www.feinstaubplakette.de|http://www.feinstaubplakette.de]].

Nach Auskunft der Kfz-Innung kann schon jetzt nicht mehr ausgeschlossen werden, dass sich die Nachrüstung bis ins nächste Jahr hinein verzögert. Je später der Antrag gestellt wird, je größer die Gefahr, dass der Einbau nicht mehr in diesem Jahr erfolgen kann. Denn gerade für seltenere Fahrzeugtypen und Lkw werden die Filter erst bei Auftragseingang bestellt.

Wer den Auftrag für eine Nachrüstung bereits verbindlich erteilt hat, aber erst einen Nachrüsttermin im nächsten Jahr genannt bekommt, kann sein Fahrzeug ohne grüne Plakette weiterhin in der Umweltzone nutzen. Hierzu muss aber eine Einzelausnahme bei den Straßenverkehrsbehörden der Bezirke in der Umweltzone beantragt werden. Dazu muss der Vertrag mit der Werkstatt vorgelegt werden. Vergleichbares gilt, wenn ein bereits bestelltes Fahrzeug vom Händler nicht rechtzeitig bis zum 1.Januar 2010 geliefert werden kann.
Für diese Einzelausnahme aufgrund verzögerter Nachrüstung oder Ersatzbeschaffung werden Verwaltungsgebühren in Höhe von 25,- € berechnet. Auch Anträge auf Einzelausnahmen sollten nicht erst Silvester, sondern so schnell wie möglich gestellt werden. Denn auch die Bearbeitungs¬kapazitäten in den Bezirken sind begrenzt und die Fahrt in der Umweltzone ohne grüne Plakette ist erst mit der Bewilligung und nicht schon mit der Antragstellung zulässig.

Rückfragen:
Dr. Marie-Luise Dittmar
Telefon: 90252153
E-Mail: Pressestelle@senguv.berlin.de