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4 ausgezeichnete Innovationspreisträger Berlin-Brandenburg 2008

Pressemitteilung vom 05.12.2008

Erstmals Ehrenpreis zum 25. Jubiläum verliehen

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Der Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin, Harald Wolf, und Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns haben die Innovationspreise Berlin-Brandenburg 2008 verliehen. Von den sieben Nominierten konnten im Jubiläumsjahr des 25. Innovationspreises vier die mit jeweils 10.000 Euro dotierten Preise entgegen nehmen.

Die Preisträger sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Experimentelle Radiologie der Charité und InnoRa GmbH mit:
„Arzneimittelbeschichteter Ballonkatheter zur Behandlung von Arterienverengungen und -verschlüssen“.
Die Innovation kann perspektivisch das Problem des Wiederverschlusses von Herzgefäßen nach Eingriffen grundsätzlich lösen. Der Einsatz des beschichteten Katheters kann einmalig und kurzfristig erfolgen, ist schnell wirksam und kostengünstig.

Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS), Steremat GmbH, Auteam GmbH mit:
„KRISTMAG® – Kristallzüchtung im wandernden Magnetfeld“.
KRISTMAG® ermöglicht es, Unregelmäßigkeiten in gezüchteten Kristallen für die Halbleiter- und Solartechnik zu vermeiden. Mit KRISTMAG® wird ein neuer Zuchtanlagentyp möglich, der bessere Ergebnisse erzielt, kosten- und energiesparend ist.

PharmaSol GmbH/P.W. Beyvers GmbH/Institut für Pharmazie der FU Berlin mit:
„Nanodiamanten für die Haut – Smart Crystals®“.
Smart Crystals® sind Nanokristalle, die eine hohe Lösungsgeschwindigkeit aufweisen und deren Struktur oder Eigenschaften es dem vom menschlichen Körper ermöglichen, sie zu absorbieren. In Form der Smart Crystals® können schwerlösliche medizinische Wirkstoffe vom menschlichen Körper aufgenommen werden und wirken.

Siemens AG, Energy Sector, Fossil Power Generation (Gasturbinenwerk) mit:
„Materialentwicklung und Herstellung von keramischen Hitzeschilden für Gasturbinen“.
Die Auskleidung von Gasturbinenteilen mit Keramikschichten ermöglicht höhere Heizgastemperaturen – die nahezu einzige Möglichkeit, den Wirkungsgrad der Turbinen zu erhöhen. Reduziert werden Energie, Kosten und Schadstoffemissionen.

„Alle Preisträger haben Innovationen präsentiert, die grundsätzliche und umsetzungsreife Problemlösungen bieten. Alle vier Innovationen sind aus dem Laborstadium heraus, bereits erfolgreich praxiserprobt und mittlerweile in die Anwendung und Vermarktung überführt. Was die Projekte aller Preisträger auszeichnet, ist die Einheit von wissenschaftlich-technologischer Problemlösung durch ein neues Herangehen und die Erzielung substanzieller ökonomischer Effekte. Damit handelt es sich um echte und nachhaltigen Erfolg versprechende Innovationen“, so Prof. Dr. Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Vorsitzender der 16-köpfigen unabhängigen Expertenjury.

„Besonders erfreulich ist, dass die vier Preisträger mit ihren Innovationen im Jubiläumsjahr die gemeinsame Innovationsstrategie für Berlin und Brandenburg repräsentieren. Medizintechnik und Pharmaforschung, Technologie zur Weiterentwicklung für die Halbleiter – und Solartechnik, aber auch Spitzenforschung für effektivere und umweltschonende Energieerzeugung – das sind Schwerpunkte, die wir fördern und entwickeln. Damit stehen die Ausgezeichneten des Innovationspreisjahrgangs 2008 im besten Sinne als Bindeglieder zwischen einer nun 25jährigen erfolgreichen Preis-Tradition und einer strategischen Weiterentwicklung in der Zukunft“, erklärte Senator Harald Wolf.

„Drei Preise gehen an Projekte, bei denen Wirtschaft und Wissenschaft die Innovation im Schulterschluss gestartet und umgesetzt haben. Das ist genauso bemerkenswert wie der Umstand, dass im Jubiläumsjahr 2008 ein länderübergreifendes Verbundprojekt einen Preis erhält. Beides entspricht dem strategischen Ansatz der gemeinsamen Innovationspolitik der Region. Für die Zukunft wünsche ich mir noch mehr solcher Gemeinschaftsprojekte. Die in ihrer Dichte bundesweit einmalige Hochschul- und Forschungslandschaft in Brandenburg und Berlin bietet dafür eine hervorragende Basis“, so Wirtschaftsminister Junghanns.

Den aus Anlass der 25. Preisverleihung zum ersten Mal verliehenen Ehrenpreis für herausragende Nachhaltigkeit konnte Dr. Christine F. Kreiner entgegennehmen. Sie war 2001 und 2007 mit ihrem Unternehmen Acri.Tec Innovationspreisträgerin Berlin-Brandenburg. Der Beirat der Partner des Innovationspreises hatte die Ehrenpreisträgerin unter den insgesamt 104 Preisträgern der vergangenen 25 Jahren ausgewählt. Kriterien für die Auswahl des undotierten Ehrenpreises waren der langfristige wirtschaftliche Erfolg der Innovationen, substanzielle Effekte für den Arbeitsmarkt der Region und ein stetes Engagement der Preisträger für die Entwicklung der Region und der Innovationsszene.

Die Jubiläumsinnovationspreise wurden am 5. Dezember 2008 im KOSMOS vor rund 800 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien feierlich vergeben.

Rückfragen:
Petra Schwarz
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