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Wirtschaft 2009 im Bereich der Stagnation

Pressemitteilung vom 03.12.2008

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Konjunkturbericht 3. Quartal 2008 mit Ausblick aufs kommende Jahr erschienen

„Der weltweite Konjunkturabschwung hat sich im dritten Quartal 2008 auch in der Hauptstadt bemerkbar gemacht und durch sinkende Auslandsnachfrage in der Industrie zu rückläufigen Umsätzen und Aufträgen geführt. Im Gesamtjahr 2009 wird sich die Berliner Wirtschaft deshalb nur noch im Bereich der Stagnation bewegen. Allenfalls erreichen wir eine schwarze Null“, so Senator Harald Wolf anlässlich des neuesten Konjunkturberichtes der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen.

Der Wirtschaftssenator warnt jedoch vor Hysterie und Panikmache: „2009 wird für die Hauptstadt – wie erwartet – ein kritisches Jahr, zumal sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken zuletzt verstärkt haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass eine allgemeine Kreditklemme weiterhin vermieden werden kann, zumal Berlin mit seiner breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur weniger konjunkturanfällig ist als andere Regionen. Hierzu wird auch das Land Berlin mit Globaldarlehen der Förderbank IBB einen Beitrag leisten.“

„Dringend erforderlich“, so Senator Harald Wolf weiter, „ist jedoch ein Konjunkturprogramm der Bundesregierung, das seinen Namen verdient. Hier gilt es, in einem ersten mutigen Schritt den privaten Konsum zu stärken, um den beginnenden Abschwung abzubremsen. Dann müssen in einem zweiten Schritt durch öffentliche Investitionen die Vorraussetzungen für einen neuen Aufschwung geschaffen werden.“

Die Berliner Industrie, bei der sich der Abschwung bereits deutlich bemerkbar macht, lag trotz eines Bestellzuwachses aus dem Inland bei den Auftragseingängen insgesamt im dritten Quartal 2008 um real 2,3% unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend waren die um 11,9% gesunkenen Auslandsaufträge, eine unmittelbare Folge der Konjunkturschwäche in wichtigen Abnehmerländern. Beispielsweise gehen rund die Hälfte aller Berliner Ausfuhren in den Euroraum, nach Großbritannien und die USA. Positiv ist, dass die Industriebeschäftigung aber weiterhin den Vorjahresstand übertrifft.

Gute Nachrichten gibt es vom Bauhauptgewerbe, bei dem Auftragseingänge im dritten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr um 10,2% gestiegen sind, womit ein guter Grundstock für die nächsten Monate gelegt wurde. Auch das Wachstum im Berlin-Tourismus hält an. Mit knapp 2,2 Millionen Gästeankünften von Juli bis September 2008 wurde das Vorjahresniveau um 5,4% übertroffen. Weiter gestiegen ist auch die Beschäftigung bei den Unternehmensdienstleistungen. Die Einzelhandelsumsätze unterschritten indes leicht den Vorjahresstand und verharrten damit auf niedrigem Niveau.

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Petra Schwarz
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