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Unabhängige Jury und Partner des Preises präsentieren Kandidatinnen und Kandidaten: 7 Nominierte und 3 Ehrenpreiskandidaten für 25. Innovationspreis Berlin-Brandenburg

Pressemitteilung vom 13.11.2008

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Wirtschaft teilt mit:

Die Anwärter für den 25. Innovationspreis Berlin-Brandenburg stehen fest. Die 16-köpfige Jury unter Vorsitz von Professor Dr. Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, hat die 142 Bewerbungen des Innovationspreisjahrgangs 2008 intensiv geprüft. In der abschießenden Nominierungsrunde wurden 16 Innovationen von jeweils zwei unabhängigen Gutachtern bewertet. Die sieben Nominierten für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2008 sind (in alphabetischer Reihenfolge):

1. Experimentelle Radiologie der Charité und InnoRa GmbH mit: „Arzneimittel-beschichteter Ballonkatheter zur Behandlung von Arterienverengungen und -verschlüssen“
Die Innovation kann perspektivisch das Problem des Wiederverschlusses von Herzgefäßen nach Eingriffen grundsätzlich lösen. Der Einsatz des beschichteten Katheders kann einmalig und kurzfristig erfolgen, ist schnell wirksam und kostengünstig.

2. Leibnitz-Institut für Kristallzüchtung, Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS), Steremat GmbH, Auteam GmbH mit: „KRISTMAG Kristallzüchtung im wandernden Magnetfeld“
KRISTMAG ermöglicht es, Unregelmäßigkeiten in gezüchteten Kristallen für die Halb-leitertechnik zu vermeiden. Mit KRISTMAG wird eine neuer Zuchtanlagentyp möglich, der bessere Ergebnisse erzielt, kosten- und energiesparend ist.

3. micro resist technology GmbH mit: „Ornostamp – hoch innovatives Material zur Herstellung von transparenten Prägestempeln mit Strukturen im Mikro- und Nanometerbereich“
Ornostamp ist die Basis für länger einsetzbare und stabilere Stempel, mit denen in der Elektroindustrie Strukturen auf Polymerfilme gebracht werden. Bisherige Stempel haben hohe Brüchigkeit, kurze Lebensdauer, müssen zeitaufwendig und teuer produziert werden.

4. MSG Lithoglas AG mit: „Additive Mikrostrukturierung von Glas“
Neues Verfahren zur Erzeugung dünner Glasschichten, das bei unter 120oC läuft. Ermöglicht Glassbeschichtung temperaturempfindlicher Bauteile und Strukturierung von Glasschichten für Bauelemente beispielsweise der Elektroindustrie.

5. PharmaSol GmbH mit: „Nanodiamanten für die Haut – Smart Crystals®“
Smart Crystals® sind Nanokristalle, die eine hohe Lösungsgeschwindigkeit aufweisen und deren Struktur oder Eigenschaften es dem vom menschlichern Körper ermöglichen, sie zu absorbieren.
In Form der Smart Crystals® können schwerlösliche medizinische Wirkstoffe vom menschlichen Körper aufgenommen werden und wirken.

6. ScIENION AG mit: „sciSWIFT – die bahnbrechende Innovation im Flüssigkeits-Handling“
SciSWIFT ist ein Mikrodispenser (Ausgabe- bzw. Dosiergerät für Flüssigkeiten) mit integriertem Probenbehälter und einer Überwachungseinheit aus Sonikator (Ultraschall – Prozessor) und einem RFID-Chip. SciSWIFT ist ein geschlossenes System, das es z.B. in der medizinischen Wirkstoffforschung erlaubt, mit kleinen Mengen teurer Probelösungen ohne Kontaminationsrisiko, ohne Probenverluste und Waschzyklen zu arbeiten und eine permanente Kontrolle zu haben.

7. Siemens AG, Energy Sector, Fossil Power Generation (Gasturbinenwerk) mit: „Materialentwicklung und Herstellung von keramischen Hitzeschildern für Gasturbinen“
Die Auskleidung von Gasturbinenteilen mit Keramikschichten ermöglicht höhere Heizgastemperaturen – die nahezu einzige Möglichkeit, den Wirkungsgrad der Turbinen zu erhöhen. Reduziert werden Energie, Kosten und Schadstoffemissionen.

„Was alle sieben Nominierungen auszeichnet, sind große Innovationshöhe und bereits erfolgte Realisierung. Das belegen Patentanmeldungen, Lizenzvergaben oder schon existente marktfähige Produkte. Der Jahrgang 2008 ist eine ausgewogene Mischung von Innovationen der Grundlagenforschung oder Schlüsseltechnologien und anwendungsorientierter Bereiche. Das reicht von der Neuerung für die Züchtung von Kristallen für die Halbleitertechnik bis hin zum innovativen Herzkatheder. Mit der Siemens AG und ihrer Hitzeschildinnovation gehört in diesem Jahr nun auch zum ersten mal ein Industrieschwergewicht der Region zu den Nominierten“, so Juryvorsitzender Prof. Dr. Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

„Nominierte und Bewerber repräsentieren in diesem Jahr einen großen Ausschnitt der Kompetenz- und Zukunftsfelder der Region Berlin-Brandenburg. Für den Preis nominiert sind Innovationen der Medizintechnik und Biotechnologie wie auch des Energiesektors, der Mikrosystemtechnik und -elektronik. Das spiegelt auch die Schwerpunkte der Innovationspolitik für die Hauptstadtregion. Dennoch sind Unternehmen des Dienstleitungsbereichs oder des Handwerks ausdrücklich aufgefordert, sich in den nächsten Jahren mit ihren Innovationen dem Wettbewerb um den Preis zu stellen“, so Almuth Nehring-Venus, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin.

„Für die Region ist es ein gutes Zeichen, dass sich in diesem Jahr wieder mehr innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg beworben haben. Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung wachsen länderübergreifend zusammen. Das unterstützt auch der Prozess des gemeinsamen Innovationsgipfels von Berlin und Brandenburg, vor allem mit der Förderung von Verbundprojekten. Erste derartige Projekte gehörten schon zu den Bewerbern um den Innovationspreis. Dieser neue Schwung soll sich in den kommenden Jahren auch in der Breite und einer nachhaltigen Qualität der Innovationen manifestieren“, so Michael Richter, Amtschef im Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg.

Für den Ehrenpreis, der aus Anlass der 25. Preisverleihung erstmals vergeben wird, hat der Beirat der Partner des Innovationspreises Berlin-Brandenburg die Vorauswahl abgeschlossen, gab Michael Jänichen, Leiter des Geschäftsbereichs Firmenkunden der Landesbank Berlin AG, bekannt. „Wir werden einen oder eine der mehr als 100 bisherigen Innovationspreisträgern und -preisträgerinnen ehren, dessen oder deren Innovation und Engagement in der Region für besondere Nachhaltigkeit stehen. Drei Anwärter haben wir fokussiert, davon zwei aus Brandenburg und einen aus Berlin. Auch der Ehrenpreis steht für das wichtige Anliegen der Partner des Preises, die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Berlin-Brandenburg nachhaltig zu fördern. Als traditioneller Partner und Dienstleister für Unternehmen der Region wissen wir, dass Gründer- und Innovationsgeist von großen, wie auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen Partner und Unterstützung braucht.“

Von den Nominierten der Region Berlin-Brandenburg werden am 5. Dezember 2008 maximal fünf mit dem Innovationspreis, der mit jeweils 10.000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet. Der Ehrenpreis, der ebenfalls am 5.12. 2008 vergeben wird, ist undotiert

Rückfragen:
Petra Schwarz
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