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Harald Wolf zur Entwicklung beim Aufbau Verlag

Pressemitteilung vom 16.06.2008

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Im Zusammenhang mit der Insolvenz des Berliner Aufbau-Verlages kritisiert Wirtschaftssenator Harald Wolf die Untätigkeit des Bundesfinanzministeriums: „Das Finanzministerium muss endlich seiner Verantwortung gerecht werden und die Konsequenzen aus dem unrechtmäßigen Verkauf des Verlages im Jahre 1991 durch die ihm unterstellte Treuhandanstalt ziehen. Es kann nicht sein, dass die Treuhand gegen Gesetze verstößt und der Bundesfinanzminister sieht zu.“

Der Bundesgerichtshof hatte im März 2008 entschieden, dass der Aufbau Verlag in der DDR nie zum Volkseigentum gehört hat und damit nie Eigentum der Treuhandanstalt gewesen ist. Damit war der Verkauf des Aufbau Verlags an den Verleger Bernd Lunkewitz unwirksam. Als Ergebnis dieser Entscheidung mussten die Geschäftsführer des Verlags Insolvenz anmelden.

Senator Wolf würdigte das langjährige Engagement des Verlegers für den Bestand und die Arbeit des Aufbau Verlags: „Die Zukunft des Aufbau Verlags muss gesichert werden. Er ist einer der renommiertesten deutschen Verlage und der letzte große Verlag, der vom Leseland DDR noch übrig geblieben ist. Dazu ist die Kooperation aller Beteiligten erforderlich. Dickköpfigkeit und Rechthaberei der unmittelbar Beteiligten sind schlechte Ratgeber bei der Suche nach einer Lösung.“

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Petra Schwarz
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