Rita Kantemir-Thomä erhält Berliner Frauenpreis 2008: Unbequem und immer mittendrin

Pressemitteilung vom 07.03.2008

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen teilt mit:

Senator Harald Wolf verleiht am 8. März 2008, dem Internationalen Frauentag, den diesjährigen Berliner Frauenpreis an Rita Kantemir-Thomä. Seit 1987 werden mit dieser Auszeichnung Frauen geehrt, die sich mit besonderem Engagement für Frauen und für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen. Die Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Rita Kantemir-Thomä erhält den Frauenpreis 2008 für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz für Flüchtlinge und Asylbewerbende in Berlin.

Harald Wolf, Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen: „Sie ist unbequem – unbequem für alle, die vor den Sorgen und Ängsten von Flüchtlingen die Augen verschließen. Sie mischt sich ein, protestiert, fordert Aufmerksamkeit. Rita Kantemir-Thomä ist eine Institution in der Berliner Flüchtlingsarbeit. Flüchtlinge und Asylbewerberinnen und –bewerber haben in ihr seit vielen Jahren eine energische und kompetente Unterstützerin.“

Rita Kantemir-Thomä begann 1981 als Abgeordnete im Abgeordnetenhaus von Berlin mit der Beratung und Betreuung von Asylsuchenden und von Menschen, die von Abschiebung bedroht waren. Sie konnte vielen Menschen helfen und hat unzählige Male energisch auf strukturelle Mängel hingewiesen. Kritisch hat sie seither die Flüchtlingspolitik jeder Regierung und Verwaltung begleitet und sich eingemischt. Mit ihrer Kompetenz und dem unabhängigen Geist war sie allen Innensenatoren und Ausländerbehörden eine respektierte Sparringspartnerin. Sie fand oft Wege, wo andere nur Steine sahen.

Rita Kantemir-Thomä kämpft engagiert gegen jegliche Ungerechtigkeit. Dabei schont sie weder Amtsträgerinnen noch Parteifreundinnen und –freunde, und schon gar nicht sich selbst. Immer im Blick hat sie die geschlechtsspezifische Situation von Flüchtlingen und Migrantinnen. Ihre Forderungen an die Politik galten darum auch immer der besonderen, manchmal auch tabuisierten Betroffenheit von Frauen.

Der Jury gehörten neben Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus die Sozialwissenschaftlerin und Leiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, die Wissen-schaftlerin vom Institut für Management der FU Berlin, Prof. Dr. Gertraude Krell, die Vorsitzende des Verbandes polnischer Unternehmerinnen e.V., Lucyna Krolikowska, und die Preisträgerin des Jahres 2007, Ilse-Maria Dorfstecher an.

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