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Entschädigung für Opfer von Gewalttaten

Pressemitteilung vom 03.12.2008

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin teilt mit:

Nicht immer ist der Staat in der Lage, seine Bürger vor Gewalttaten zu schützen.

Mit dem Opferentschädigungsgesetz, das bereits 1976 in Kraft trat, ist jedoch rechtlich sicher gestellt, dass die von einer Gewalttat Betroffenen den Folgen der Gewalttat nicht hilflos ausgesetzt sind. Das heißt, unschuldige Opfer von Gewalttaten, deren Lebensumstände infolge einer gesundheitlichen Schädigung erheblich beeinträchtigt oder deren bisherige Lebensqualität im Extremfall sogar zerstört wurden, haben ein Anrecht auf Entschädigung für gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen dieser Straftaten.

Zu den Anspruchsberechtigten gehören Personen, die infolge von vorsätzlichen, rechtswidrigen Gewalttaten, wie Körperverletzung, Raub, Vergewaltigung, sexuellem Missbrauch, aber auch Brandstiftung, Giftanschlägen oder Sprengstoffattentaten gesundheitliche Schädigungen erlitten haben.

Im Land Berlin ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales – Versorgungsamt – für die Durchführung des Opferentschädigungsgesetzes zuständig, und zwar für die Opfer von Straftaten, die im Land Berlin begangen wurden. Das LAGeSo veranstaltet regelmäßig Informationsveranstaltungen bei Institutionen, die direkten Kontakt zu Gewaltopfern haben (Polizei, Jugendämter, Vereine und Selbsthilfegruppen der Opferhilfe). Ausdruck einer guten Zusammenarbeit mit der Opferhilfeorganisation WEISSER RING sind ein jährlich stattfindender Erfahrungsaustausch und eine gemeinsame Veranstaltung vor Sozialarbeitern Berliner Krankenhäuser.

Zur Zeit erhalten 1.421 Personen laufende Leistungen nach diesem Gesetz. Im laufenden Jahr beantragten bis zum 31.10.2008 1.293 Bürgerinnen und Bürger Versorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz, 31 % der Anträge führten zum Erfolg.

Wer sich genauer über die Ansprüche informieren möchte, kann sich dazu den neuen Informationsflyer des Landesamtes für Gesundheit und Soziales zum Opferentschädigungsgesetz im Internet unter [[http://www.lageso.berlin.de|www.lageso.berlin.de]] herunterladen. Unter der Telefonnummer 9012 6398 kann dieser Flyer auch direkt angefordert bzw. eine persönliche Beratung für Betroffene vereinbart werden.

Rückfragen:
Silvia Kostner
Telefon: 9012 7705
E-Mail: silvia.kostner@lageso.berlin.de