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"Der Erfolg in der Schule beginnt zuhause" - Das HIPPY Programm ist auch Fundament Berliner Integrationspolitik

Pressemitteilung vom 26.11.2008

Der Beauftragte des Senats für Integration und Migration teilt mit:

Heute hatte der neue Film zum Familienbildungsprogramm von HIPPY-Deutschland seine Premiere. Anlässlich der Vorführung im Ludwig-Ehrhard-Haus hob Berlins Integrationsbeauftragter, Günter Piening, die Bedeutung von Elternarbeit für die Berliner Integrationspolitik hervor: “Bei der Integration von Migrantenkindern in die vorschulische Bildung sind in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt worden. Im Zentrum steht die Förderung in den Kitas. Ergänzt werden diese Reformschritte durch Programme aufsuchender Elternarbeit, wie z.B. den Stadtteilmüttern oder eben beim HIPPY-Programm. HIPPY ist ein wichtiges Scharnier, das die Kooperation zwischen Elternhaus und Kita festigt und flexibel hält.”

HIPPY ist eine Abkürzung für Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters. Das Eltern-Kind-Programm richtet sich insbesondere an sozial benachteiligte Migrantenfamilien mit Kindern im Vorschulalter. HIPPY erreicht seit dem Start in Berlin 1998 jährlich rund 120 Frauen und ihre Kinder. “HIPPY”, so der Integrationsbeauftragte, “hat sich in den Berliner Innenstadtbezirken zu einem zentralen Baustein niedrigschwelliger Erziehungsberatung entwickelt, das seine Klientel wirklich erreicht.” Der Integrationsbeauftragte fördert das Programm aus seinem Etat mit jährlich 75.000 Euro für die Arbeit mit Familien arabischer und türkischer Herkunft aus Mitte (Wedding) und Kreuzberg. Daneben erhält das Projekt auch Mittel aus anderen Förderprogrammen z.B. des Europäischen Integrationsfonds und der Bezirke.

Das Programm HIPPY setzt bei der Mutter als erster und wichtigster Erziehungsperson an. Mit Hilfe einfacher Arbeitsmaterialien wie Bilderbüchern, Mal- u. Arbeitsblättern und anderen Materialien übt sie spielerisch zusammen mit ihrem Kind täglich etwa 20 Minuten zu Hause, wobei beide erfahren, dass Lernen auch Spaß machen kann. Gleichzeitig erhalten sie einen besseren Zugang zur deutschen Sprache.

Die Arbeiterwohlfahrt als Träger des Projekts registriert eine wachsende Hilflosigkeit der Eltern. Diese Situation führt dazu, dass die Kinder von ihren Eltern nicht in ausreichendem Maße auf die Schule vorbereitet werden und somit ein “regulärer” Unterricht zumindest an einigen Schulen im Berliner Innenstadtbereich kaum noch möglich ist. Genau hier greift HIPPY. Die Mütter werden bei der Arbeit mit dem Material regelmäßig zu Hause von Hausbesucherinnen angeleitet und unterstützt. Diese sind deutsch sprechende Migrantinnen, kommen aus demselben Kulturkreis wie die Mütter und sind für sie nicht selten ein Vorbild erfolgreicher Integration.
Für die Arbeit mit den Familien werden die Hausbesucherinnen angeleitet und geschult. Außerdem werden sie im Rahmen des Projektes weiter qualifiziert, da sie als Migrantinnen in stärkerem Maß von Arbeitslosigkeit betroffen sind und wenig Perspektiven haben, einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu finden. HIPPY ist in Berlin ein “ungewöhnlicher” und erfolgreicher Ansatz der aufsuchenden Familienarbeit, der sich in den Jahren der praktischen Arbeit äußerst bewährt hat. Berlins Integrationsbeauftragter hält die Arbeit dieses Programms weiterhin für unbedingt notwendig und wichtig.
Wegen des großen Bedarfs hat sich das HIPPY-Programm inzwischen auch auf die Arbeit in Berliner Grundschulen ausgedehnt und hier zur Stärkung der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule geführt.

Rückfragen:
John Röhe
Telefon: 9017-2357
E-Mail: John.Röhe@intmig.berlin.de