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Zeichen gegen Rechtsextremismus im Berliner U-Bahn-Netz

Pressemitteilung vom 28.11.2008

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport teilt mit:

Ab kommenden Dienstag wird das mit dem 1. Preis ausgezeichnete Plakat aus dem Wettbewerb der Landeskommission Berlin gegen Gewalt für Schülerinnen und Schüler „Gegen Rechtsextremismus – für ein respektvolles Miteinander“ für zwei Wochen präsentiert.

Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt hatte alle Berliner Schülerinnen und Schüler zu einem Plakatwettbewerb für ein respektvolles Miteinander gegen Rechtsextremismus unter dem Motto „Vielfalt entdecken. Neugier empfinden. Zusammenhalt stärken. Mach mit!“ aufgerufen.
Gesucht wurden Bilder, Zeichnungen, Fotografien und Collagen in der Hoffnung, ein Plakat für alle Berlinerinnen und Berliner veröffentlichen zu können.
Die unabhängige Jury bestand aus Kunstexpert/innen sowie Expert/innen, die sich in ihrem Fachgebiet gegen verschiedenste Formen von Diskriminierung engagieren und eine Auswahl aus 75 Bildern zu treffen hatte. Mit dem 1. Preis für die Sekundarstufe II wurde der Plakatentwurf von Livia Ochmann von der Katholischen Schule St. Marien mit dem Titel „Intoleranz betäubt die Sinne“ ausgezeichnet.

Das Plakat wird erstmalig am 2. Dezember an 300 zentralen Stellen des Berliner U-Bahn-Netzes plakatiert. Die Schülerin Livia Ochmann und der Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Staatsekretär Thomas Härtel, werden am 2. Dezember 2008 das erste Plakat um 8.00 Uhr am U-Bahnhof Spittelmarkt präsentieren.

Staatssekretär Thomas Härtel erklärt dazu:

„Das Plakat ‚Intoleranz betäubt die Sinne’ richtet sich gegen jegliche Form von Intoleranz. Es zeigt, wie jemand sich durch Intoleranz völlig verschließt, nichts sehen, nichts hören und nicht sprechen kann. Der Kopf ist androgyn, weder männlich noch weiblich. Ebenso sind die Formen von Intoleranz offen, sei es gegenüber Menschen verschiedener ethnischer oder kultureller Herkunft, Religion, politischer Einstellung, sozialer Lage und sexueller Orientierung. Jede und jeder von uns soll sich angesprochen fühlen. Das Plakat ist tiefgründig und ausdrucksvoll und regt zu immer neuen Interpretationen an. Es dienst der Förderung von Verständnis, Toleranz und Neugier. Es ist ein klares Bekenntnis zu der multikulturellen weltoffenen Stadt Berlin.
Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen auf dieses Plakat aufmerksam werden und den damit verbundenen Appell aufnehmen.“

Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Das Plakat wird Schulen und Jugendeinrichtungen zum Aushang zur Verfügung gestellt werden und kann auch bei der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Klosterstraße 47, 10179 Berlin, Tel. 9027-2913, bestellt werden. Für das nächste Jahr ist die Erstellung eines Bildbandes über den Plakatwettbewerb sowie eine Wanderausstellung geplant.
Das Plakat von Livia Ochmann kann auf den Internetseiten der Landeskommission Berlin gegen Gewalt unter [[http://www.berlin.de/lb/lkbgg/index.html|www.berlin-gegen-gewalt.de]] aufgerufen werden. In den nächsten Tagen sind alle prämierten Plakatentwürfe dort zu sehen.

Rückfragen:
Nicola Rothermel
Telefon: (030) 9027-2730
E-Mail: pressestelle@seninnsport.berlin.de