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Land Berlin und Öl-Effizienz-Initiative treffen Klimaschutzvereinbarung

Pressemitteilung vom 17.12.2008

Öl-Brennwert-Solarheizungen und schwefelarmes Heizöl dienen Effizienzsteigerung und Klimaschutz

In Berlin sind 30 Prozent der Ölheizungen älter als 15 Jahre. Wer eine veraltete Ölheizungsanlage durch neue Öl-Brennwerttechnik ersetzt, kann in Verbindung mit Solarthermie, bezogen auf die Anlagen- und Gebäudestruktur in Berlin, bis zu 30 Prozent Energie sparen und die CO2-Emissionen senken. Um dieses Sparpotenzial zu nutzen, unterstützt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz zusammen mit Handwerksverbänden und Mineralölwirtschaft die Modernisierung veralteter Heizungsanlagen und den Einsatz von schwefelarmem Heizöl.

Heute unterzeichneten Senatorin Katrin Lompscher und Vertreter der Innung Sanitär, Heizung, Klempner, Klima Berlin, der Schornsteinfeger-Innung Berlin, des Mitteldeutschen Handelsverbands für Brennstoffe, Mineralöle und Energieservice e.V. (MHV), des Mineralölwirtschaftsverbands e.V. (MWV) und des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) in Berlin eine entsprechende Klimaschutzvereinbarung und beschlossen ein Maßnahmenpaket für den Wärmemarkt.

Die Senatsverwaltung wird im Zuge dessen die Kombination von Öl-Brennwerttechnik und Solarthermie als eine wichtige Maßnahme zur CO2-Minderung unterstützen und über die positiven Aspekte dieser Technologie und des schwefelarmen Heizöls informieren. „Berlin hat sich mit dem klimaschutzpolitischen Arbeitsprogramm des Senats viel vorgenommen. Demnach soll bis zum Jahre 2020 die gesamte CO2-Emission Berlins im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent gesenkt werden. Das Landesenergieprogramm für die Jahre 2006 bis 2010 sieht bereits jetzt allein für den Bereich der privaten Haushalte bis zum Jahr 2010 eine Senkung der CO2-Emission um 30 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 vor. Dazu brauchen wir viele Partner. Die Klimaschutzpolitische Strategie Berlins sieht dabei vor, den Einsatz von Fernwärme und den effizienten Erdgaseinsatz konsequent auszubauen sowie ergänzend Öl-Brennwerttechnik in Verbindung mit Solarthermie und moderner Anlagentechnik in die Strategie einzubinden. Das brauchen wir, um in Berlin flächendeckend eine hohe Energieeffizienz zu erreichen“, sagte Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, bei der Unterzeichnung.

Zudem wird diese effiziente Heiztechnik auch in der neuen Informationskampagne „Berlin spart Energie“ des Berliner ImpulsE-Programms, die sich an die Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern in Berlin wendet, berücksichtigt. Denn eine kombinierte Öl-Brennwert-Solarheizung spart, bezogen auf die ermittelte Anlagen- und Gebäudestruktur in Berlin, bis zu 30 Prozent Energie gegenüber veralteter Heiztechnik. Unter dem Kosten-Nutzen-Aspekt zählt sie zu den wirtschaftlichsten Energiesparmaßnahmen in Wohngebäuden.

Das Maßnahmenpaket sieht des Weiteren eine flächendeckende Versorgung mit „Heizöl EL schwefelarm“ vor, die in Berlin bereits heute fast vollständig gewährleistet ist: Nahezu alle Berliner Mineralölhändler haben die umweltschonende Heizölqualität nach eigenen Angaben im Sortiment (Händlerverzeichnis auf www.schwefelarmes-heizoel.de). Außerdem soll bei Modernisierung oder Neuinstallation einer Ölheizungsanlage durch einen SHK-Fachbetrieb die Öl-Brennwerttechnik anstelle der weniger effizienten Niedertemperaturheizkessel empfohlen werden. Auch die in vielen Fällen sinnvolle Einbindung einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung soll künftig fester Bestandteil der Information und Beratung sein.

Rückfragen:
Regina Kneiding
Telefon: (030) 9025 2156
E-Mail: regina.kneiding@senguv.berlin.de